Der Landkreis Bautzen wird auch in den kommenden fünf Jahren mit rund 200 Arbeitsplätzen in Hoyerswerda präsent bleiben. Das betont der stellvertretende Bautzener Landrat Udo Witschas (CDU). Zurzeit hat der Landkreis 88 Stellen am Schlossplatz 2 (Sparkassen-Gebäude/Außenstelle Bürgeramt), rund 110 Stellen in der Albert-Einstein-Straße (Einstein-Haus/Jobcenter) sowie fünf Stellen in der Dillinger Straße (Bürgeramt/Kfz-Zulassung).

Allerdings kann sich die Stellenzahl ab 2025 deutlich nach unten verschieben. Denn: Der Landkreis überlegt, den Standort Einstein-Straße aufzugeben und einen Teil der Job-Center-Mitarbeiter dann am Schlossplatz unterzubringen, so Witschas. Das müsse nicht so passieren, sei aber ein denkbares Szenario, sagt der Beigeordnete.

Der Hintergrund: Aufgrund der guten Konjunktur und der demografischen Entwicklung in der Region gibt es weniger Arbeit für das Jobcenter. Die Fallzahlen seien stark rückläufig. Viele der Arbeitsuchenden kommen zudem in den nächsten Jahren ins Rentenalter und werden ab dann nicht mehr vom Jobcenter betreut.

Einen Kahlschlag soll es seitens des Landkreises aber nicht in Hoyerswerda geben: „Was vor Ort vonnöten ist, werden wir vorhalten“, so Witschas. Allerdings will die Kreisverwaltung einen Teil des Backoffice-Bereichs zentralisieren. Das könnte zusätzlich Stellen kosten. Ab dem Jahr 2025 sei zurzeit das Ziel, am Schlossplatz rund 90 Arbeitsplätze zu haben, in der Dillinger Straße weiterhin fünf. Diese Zahlen sind laut Witschas aber noch nicht endgültig.