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Perforierte Eier sind der Hingucker

Unter Anleitung von Eiermalerin Sylvia Richter aus Cottbus werden Jette (l.) und Ellen Bartsch in Sabrodt in diese Kunst eingeführt. Die beiden Mädels sind extra wegen dieser Veranstaltung mit ihrer Familie aus der Nähe von Mönchengladbach in die Lausitz gereist.
Unter Anleitung von Eiermalerin Sylvia Richter aus Cottbus werden Jette (l.) und Ellen Bartsch in Sabrodt in diese Kunst eingeführt. Die beiden Mädels sind extra wegen dieser Veranstaltung mit ihrer Familie aus der Nähe von Mönchengladbach in die Lausitz gereist. FOTO: trt1
Sabrodt. Viele Gäste aus nah und fern haben am Karfreitag die Ostereierbörse im Ostereiermuseum in Sabrodt besucht. Kein Wunder – wartete doch Protagonistin Dorothea Tschöke mit mehreren Höhepunkten auf. Torsten Richter-Zippack

Im Ostereiermuseum in Sabrodt konnten Besucher eine neue Sammlung perforierter Eier bestaunen. "Die habe ich bei einer Kölner Familie eingetauscht", sagt die Sabrodterin sichtlich stolz. Tatsächlich präsentieren sich die Gänseprodukte äußerst filigran. Man könnte meinen, schon vom strengeren Hinschauen könnten sie kaputtgehen. Tatsächlich handele es sich um "Pecheier", die eben nicht heil geblieben sind. Statt sie zu entsorgen, werde halt aus der Not eine Tugend gemacht.

Wie viele Eier im Sabrodter Museum derzeit insgesamt zu sehen sind, kann Dorothea Tschöke indes nicht sagen. "Wir müssten mal zählen." Wahrscheinlich, so schätzt die 64-Jährige, gingen die Hühnerprodukte in die Tausende. Ebenfalls zahlreich ist das österliche Zubehör vertreten. Beispielsweise eine rund 160 Jahre alte Eierpfeife. Die aus Zinn bestehende Ziselierarbeit werde aufgeschraubt, dann Wasser eingefüllt. Anschließend beginne die Pfeife zu zwitschern. "Die habe ich mal auf einem Trödelmarkt in Hamburg erstanden", erinnert sich Tschöke. Ihr Museum in der Sabrodter Ortsmitte erfreue sich längst nicht nur zur Osterzeit großer Beliebtheit. Über das ganze Jahr gingen die Besucher ein und aus. Gezählt würden sie allerdings nicht. Aber allein über die Ostertage war mit rund 30 Reisegruppen zu rechnen. Darüber hinaus solle in den kommenden Monaten wieder eine "Schmunzelgalerie" im angrenzenden Garten präsentiert werden. Der ehemalige RUNDSCHAU-Grafiker Peter Müller hat die kuriosen Bilder entworfen. Darüber hinaus werde bald die Kalendersammlung gezeigt. Nicht zuletzt wolle sich das Sabrodter Museum wieder an der Lausitzer Museumsnacht des Landkreises Spree-Neiße, die Anfang September stattfindet, beteiligen. Übrigens als einzige Einrichtung aus Sachsen.