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Patientenbetreuung "wie aus einem Guss”

Dr. Kim Christian Heronimus.
Dr. Kim Christian Heronimus. FOTO: cw
Hoyerswerda. Im Herbst dieses Jahres wird das Lausitzer Seenland Klinikum sein medizinisches Konzept fortschreiben. Aber eines ist jetzt schon klar: Im Bereich der Dermatologie und Allergologie wird sich das Klinikum künftig mit einem noch breiteren Leistungsspektrum und neuen Ansprüchen in der Patientenbetreuung präsentieren. Catrin Würz

"Die Dermatologie und insbesonders die Dermato-Onkologie - also die Versorgung von Hautkrebspatienten - werden mehr denn je ein Schwerpunkt unseres Hauses sein", sagt Geschäftsführer Jörg Scharfenberg.

Hinter diesem Satz steht vor allem auch eine personelle Entscheidung vom Frühjahr dieses Jahres. Seit April ist Dr. Kim Christian Heronimus neuer Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie. Der 39-jährige Mediziner hat die Hautkrebstherapie als eines seiner Spezialgebiete, ist aber ebenfalls ein Experte der Allergologie und hat eine Ausbildung in der Andrologie, der Männerheilkunde. Und er publiziert zu diesen Themen in nationalen und internationalen Fachblättern. "Wir haben sowohl fachlich einen herausragenden Experten gewonnen und auch menschlich einen Kollegen, der sehr gut zu uns passt", freut sich Jörg Scharfenberg.

Mit der Verpflichtung des neuen Chefarztes konnte im Seenland-Klinikum nun eine "relativ lange Durststrecke" überwunden werden, wie es Scharfenberg formuliert. Mit Aussicht auf Stabilität und Kontinuität in diesem Bereich, nachdem es in den letzten Jahren in der Hautklinik zwei Chefarztwechsel gegeben hatte.

Denn Dr. Kim Christian Heronimus ist gekommen, um zu bleiben. Gemeinsam mit seiner Frau, einer Oberärztin für Neurologie im Klinikum, hat er bereits seinen Hauptwohnsitz in Hoyerswerdas Altstadt bezogen. Die ersten 100 Tage seiner Chefarzt-Zeit hat der aus Berlin-Charlottenburg stammende Mediziner bereits hinter sich. "Ich habe hier ein hoch motiviertes Team, sehr gute Arbeitsbedingungen vorgefunden und bin freundlich aufgenommen worden", sagt er.

Sein Anspruch ist es, eine moderne Dermatologie zu etablieren. In kaum einem Gebiet der Medizin habe es in den vergangenen fünf Jahren so eine Entwicklung in der Diagnostik gegeben wie im Bereich der Hautkrebstherapie. "Und wir können hier all diese modernen Therapieformen anbieten." Dr. Heronimus sieht dabei die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten der Region, auch gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen als sehr wichtig an. "Die Patienten sollen eine wohnortnahe Betreuung wie aus einem Guss erleben."

Jörg Scharfenberg kündigt zudem auch Investitionen in diesem Bereich an. 2018 soll ein spezielles Ultraschallgerät mit besonderen Aufsätzen und Software für die Nachsorge angeschafft werden.

Voraussichtlich im kommenden Jahr ist die Aufstockung der Bettenzahl der Hautklinik von derzeit 15 auf dann 22 geplant. Dann soll die Klinik für Dermatologie auch wieder an ihren angestammten Platz im Anbau, über der Tagesklinik, etabliert werden. Der Bereich wird derzeit während des Umbaus auf der Palliativstation benötigt.