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| 01:04 Uhr

Partikelfilter statt Klimaanlagen

Ohne wesentliche Änderungen für den Bereich Hoyerswerda/Kamenz wird der Fahrplanwechsel am 11. Dezember im Busverkehr über die Bühne gehen. Wichtigste Neuerung ist der Umleitungsfahrplan, der auf Grund der umfangreichen Bauarbeiten zwischen Laubusch und Kortitzmühle auf der Buslinie 157 Hoyerswerda-Laubusch-Sabrodt bereits seit einer Woche in Kraft ist. Von Uwe Menschner

„Die Bauarbeiten zwingen uns, einen Umweg von 15 Kilometern zu fahren“ , erklärt der Geschäftsführer der Regionalbus Oberlausitz (Regiobus) GmbH, Roland Albrecht. Die Linie fährt zunächst wie gewohnt von Hoyerswerda über Bergen und Nardt nach Laubusch, von dort geht es dann über Lauta, Lauta-Dorf, Tätzschwitz und Bluno nach Sabrodt. Die Fahrtzeit verlängert sich um circa 20 Minuten. „Der Umleitungsfahrplan bleibt das gesamte Fahrplanjahr über in Kraft“ , so Roland Albrecht.
Eine zusätzliche Fahrt hat die Regiobus GmbH auf der Linie 158 Hoyerswerda-Geierswalde-Sabrodt eingefügt, um den Schülerverkehr aus der Elsterheide besser bedienen zu können. Diese Linie startet an Schultagen um 12.30 Uhr in Hoyerswerda am Lessing-Gymnasium Haus II und endet um 13.52 Uhr in Sabrodt. Geringfügige Änderungen der Abfahrtszeiten gibt es außerdem auf den Linien 153, 159, 166 und 182. Nähere Auskünfte erteilt das Regiobus-Servicetelefon unter 0 35 91/49 11 30.
„Der öffentliche Nahverkehr muss mit von Jahr zu Jahr schwieriger werdenden Rahmenbedingungen zurecht kommen“ , betont der Regiobus-Geschäftsführer. So kostete allein der Kraftstoff in diesem Jahr bislang 338 000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Die Regiobus GmbH will auf Grund der aktuellen Kraftstoffpreise künftig verstärkt auf preiswerteren Bio-Diesel setzen, obwohl der laut Ronald Albrecht im Preis auch schon kräftig angezogen hat. Die Umsetzung des Schwerbehindertengesetzes zog dem Busunternehmen zusätzlich 120 000 Euro aus der Tasche.
Erwirtschaftet wurden diese Mehrausgaben durch eine erhöhte Effizienz im Einsatz der Mitarbeiter und der Busse. So wurden Standzeiten reduziert, die Auslastung der Busse verbesserte sich. „Doch auch die Mitarbeiter tragen zur Senkung der Kosten bei, sie haben sich zur 38-Stunden-Woche und zum Verzicht auf das Urlaubsgeld bereit erklärt“ , lobt Roland Albrecht. Bis 2010 muss sich Regiobus auf eine Halbierung der Zuschüsse, die von den Landkreisen Kamenz und Bautzen geleistet werden, einstellen. Trotz allem investiert das Unternehmen jährlich in den Fuhrpark, zehn neue Busse konnten 2005 angeschafft werden. „Sieben von ihnen sind nach den neuesten Vorgaben mit Partikelfiltern ausgerüstet, dafür mussten wir leider auf Klimaanlagen verzichten“ , so der Regiobus-Geschäftsführer.