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| 19:04 Uhr

Jakubzburg Mortka
Neue Parkplätze sollen Ruhe nach Mortka bringen

Die Jakubzburg Mortka soll bis 2019 um ein Mittelalter-Dorf erweitert werden.
Die Jakubzburg Mortka soll bis 2019 um ein Mittelalter-Dorf erweitert werden. FOTO: Jakubzburg Mortka
Mortka/Lohsa. Bald weniger Lärm für die Anwohner der Jakubzburg? Ein überarbeitetes Konzept soll die Verkehrslage entspannen.

Die Freizeitoase Mortka mit der Jakubzburg zieht immer mehr Menschen an. Und es sollen noch mehr werden: Bis zum Jahr 2019, so der Plan des Burgherren André Jakubetz, soll die regionale Attraktion um ein Mittelalter-Dorf samt Kirche und elf Ferienhäuser erweitert werden. Schon im kommenden Jahr soll ein neuer Veranstaltungssaal mit Platz für etwa 200 Besucher eingeweiht werden.

Der Bebauungsplan für die Erweiterung der Burg wurde bereits öffentlich diskutiert. Auf Anregung der Anwohner wurde dieser nun aber überarbeitet. Die Bedenken richteten sich gegen das mit der Erweiterung zugleich steigende Verkehrsaufkommen und die dadurch entstehende Lärmbelästigung. Weil bereits jetzt zu wenige Parkflächen zur Verfügung stehen, seien die Dorfstraßen regelmäßig zugeparkt.

„Deshalb wird es für Veranstaltungsgäste einen neuen Parkplatz für 100 Autos geben“, kündigt Jakubetz an. Der Weg dorthin soll nicht entlang der bewohnten Straße, sondern über einen öffentlichen Wirtschaftsweg führen. Außerdem soll ein Schallschutz zur anliegenden Koblenzer Straße errichtet werden. Der neue Dauerparkplatz wird auf dem Gelände des ehemaligen Kuhstalls, direkt neben der Burg, entstehen. Der derzeitige Parkplatz vor der Burg mit 40 Plätzen soll für die Tagesgäste bestehen bleiben. Außerdem wird für Großveranstaltungen auf der Jakubzburg, maximal acht pro Jahr, eine weitere Parkmöglichkeit mit 140 Stellplätzen auf einer Wiese hinter der Burg zur Verfügung stehen.

Laut Burgherren André Jakubetz und Planer Berthold Haß sei das Hauptproblem mit dem überarbeiten Konzept gelöst. „Die Parkanlage hinter dem Objekt trägt zur Verkehrsberuhigung bei“, ist sich Jakubetz sicher. Mit der Vergrößerung der Freizeitoase solle der Tourismus weiterentwickelt werden. „Ich bitte deshalb darum, den Bebauungsplan positiv zu begleiten“, äußerte sich Jakubetz vor den Lohsaer Gemeinderäten.

Gemeinderat Steffen Mühl (Freie Wähler Knappensee) äußerte seine Bedenken: „Das Dorf selbst wird durch die Parkplätze zwar entlastet, aber die Anwohner verkraften nur eine gewisse Anzahl an Veranstaltungen.“ Mit dem neuen Parkplatz wäre es ab sofort aber permanent möglich, 140 Leute „zu bespaßen“, so Mühl. Das würde die Anwohner  krankmachen. Fachlich allerdings spreche nichts gegen den Bebauungsplan. Die Entscheidung dazu steht dem Gemeinderat Lohsa noch bevor.