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| 15:13 Uhr

Waldumbau
Pappeln an der Talsperre Bautzen fallen Säge zum Opfer

Bautzen. Der Waldumbau zielt darauf, dass eine Monokultur verschwindet und der Baumbestand verjüngt wird.

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) treibt den ökologischen Waldumbau an der Talsperre Bautzen voran. Dafür werden jetzt am Westufer zwischen Neumalsitz und Petzberg rund 600 Bäume gefällt. Die Arbeiten dauern noch bis Ende Februar.

Laut Katrin Schöne von der LTV wurde am Westufer der Talsperre zwischen 1968 und 1977 ein linienförmiger Pappelwald angepflanzt. Die Monokultur war überaltert und sehr anfällig für Windwurf und -bruch. Deshalb begann im Jahr 2007 der Waldumbau. Nach einer ersten Pflege zwischen 2007 und 2010 ist nun ein weiterer Pflegeeingriff notwendig. Dabei werden die verbliebenen Pappeln und andere Bäume entfernt und der Baumbestand verjüngt.

Ziel des ökologischen Waldumbaus ist es, einen stabilen, artenreichen und standortgerechten Waldbestand aufzubauen. Die Fällungen erfolgen schrittweise, um die Waldstruktur nicht zu zerstören. Auf den entstandenen Lichtungen konnten sich bereits andere Laubbäume wie Feldahorn, Stieleiche, Ulme sowie Wildsträucher und Obstbäume ausbreiten. Einzelne starke Bäume bleiben für Höhlenbrüter und Fledermäuse erhalten. Totholz und aufgeschichtete Benjeshecken bilden Lebensräume für verschiedene Vögel und kleine Säugetiere. Fachlich unterstützt wird das Projekt von der Naturschutzstation Neschwitz.

(red/dh)