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| 15:13 Uhr

Ostdeutsche Kart-Elite in der Lausitz zu Gast
Vier Räder für ein Halleluja in Lohsa

Kevin Marquardt aus Dresden startet am Samstag und Sonntag beim Kartrennen auf der Kartbahn Lohsa.
Kevin Marquardt aus Dresden startet am Samstag und Sonntag beim Kartrennen auf der Kartbahn Lohsa. FOTO: LR / Sascha Klein
Lohsa. In Lohsa ist am Wochenende die ostdeutsche Kart-Elite zu Gast. Die Kartbahn Lohsa ist Veranstalter des nächsten Laufs des Ostdeutschen ADAC Kart Cups. Chef Matthias Lesch hofft auf 200 Besucher. Von Sascha Klein

Am Dienstag gegen 13 Uhr steht Kevin Marquardt noch auf der Leiter und hilft Kartbahn-Chef Matthias Lesch bei einigen Reparaturen. Am kommenden Sonntag sitzt der 23-Jährige wieder im Kart und gibt Vollgas. In der Rennklasse KCT 150 Kubikzentimeter ist Marquardt Neuling. Für ihn ist es ein Test. „Ich fahre Kart, seit ich fünf Jahre alt bin. Ich begleite Matthias Lesch jetzt schon gut 17 Jahre“, sagt der Dresdner. Durch den Job sei er in den vergangenen zwei Jahren kaum aktiv gewesen. Jetzt will er in der 150er-Klasse wieder angreifen.

Kartbahn-Chef Lesch (48) versprüht trotz der Hitze Gelassenheit. Für ihn ist das kommende Wochenende ein Rennwochenende wie viele andere. Vorbereitet sei so ziemlich alles, sagt er. Noch ein wenig Strom verlegen, ein letzter Blick auf die Strecke – und dann können die Teams kommen. Bis zu 70 Fahrer werden am Sonntag an den Start gehen.

Lesch lebt den Kartsport. Seit gut zehn Jahren leitet er die Lohsaer Bahn, war davor in Dresden. „Kart ist wie Rummel. Wenn du das nicht leben kannst, brauchst du es nicht machen“, sagt er. Von Mittwoch bis Sonntag lebt er in einem Wohnmobil auf dem Lohsaer Gelände. Eigentlich ist er in Coswig bei Meißen zu Hause.

Jetzt im Sommer ist Hoch-Zeit fürs Kartfahren. „Bei uns ist Stoßzeit etwa von Mitte Juni bis Anfang September und an den Wochenenden“, sagt Lesch. Was man fürs Kartfahren braucht: „Eigentlich nur gute Laune, festes Schuhwerk und keine weißen Klamotten“, so der Kartbahn-Betreiber. Die wenigsten seiner Gäste kommen aus dem direkten Umfeld. Neben Seenland-Urlaubern kommen regelmäßig auch Kart-Fans aus den Regionen Dresden, Bautzen, Görlitz und Weißwasser nach Lohsa.

Zehn Leih-Karts hat Matthias Lesch vor Ort. Mehr Fahrer dürfen zeitgleich auch nicht auf die Piste – aus Sicherheitsgründen. „Sonst ist die Übersicht weg“, sagt der gelernte Landmaschinenschlosser. Auch zwei Doppelsitzer und drei Kinderautos vervollständigen den Wagenpark. Ab wann Kinder ins Kart dürfen? „Etwa ab einer Körpergröße von 1,40 Meter“, so Lesch. Für Leute mit zwei Metern Körpergröße und mehr wird es dagegen eher unbequem im Kart. Auch beim Gewicht gibt es eine Grenze nach oben. Die liegt bei etwa 150 Kilogramm. „Der Motor würde das noch schaffen“, sagt der Kartbahn-Chef. Der Sitz werde dann jedoch mächtig eng.

Fahren könnten problemlos auch Leute ohne Erfahrung hinter dem Lenkrad. „Wer fahren will, sollte wissen, wo links und rechts ist“, sagt Lesch und lacht. Beim Kart ist links die Bremse, rechts das Gas. Manchmal verwechsle das schon jemand, sagt er. In Lohsa sei das jedoch weniger schlimm. Genügend Auslauf neben der Strecke sei vorhanden. Der Kardinalfehler beim Kartfahren sei jedoch, beide Füße von den Pedalen zu nehmen und zu versuchen, die Räder mit den Schuhen abzubremsen. Das sorgt für Unfälle und für kaputte Schuhe.

Bremsmanöver dieser Art werden die Kartfahrer am Wochenende jedoch nicht zeigen. Da geht es in etlichen Klassen um Zeiten, Punkte und Pokale.