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Ortschaftsräte auf Stippvisite in Laubuscher Kolonie

Laubusch. Der Laubuscher Ortschaftsrat hatte sich Anfang des Jahres dazu entschieden, in dem Lautaer Ortsteil eine Begehung zu machen, bei dem Defizite festgehalten werden sollen. Am Donnerstag besichtigten die Räte die Laubuscher Kolonie und notierten kleinere Mängel. A. Guhlan/ang1

Treffpunkt ist um 17 Uhr vor dem Laubuscher Kulturhaus. Ortsvorsteher Günter Schmidt hat zu diesem rund zweistündigen Termin alle Ortschaftsräte eingeladen. Gekommen sind die Räte Erika Wustmann, Helmut Naumann und Rainer Tomczyk. Gemeinsam laufen sie vom Kulturhaus auf der Südstraße, am Laubuscher Park entlang, wieder über die Weststraße hin zur Mittelstraße, dann über die Nordstraße bis sie wieder auf der Hauptstraße landen und ihre Begehung auf dem Platz vor dem ehemaligen Schulgebäude beenden.

"Es wurden viele kleine Mängel notiert", bemerkt Günter Schmidt im Nachgang und fügt hinzu: "Dabei haben wir uns auf fünf Schwerpunkte festgelegt, die in der Zukunft unbedingt angegangen werden müssen."

Ein Schwerpunkt ist das Kulturhaus. "Sowohl am als auch um das Haus liegt vieles im Argen", meint Schmidt. So spricht er beispielsweise den Eingangsbereich an, wo Pflastersteine locker sind, oder die Fassade, an der bereits der Putz abbröckelt. Ortschaftsrat Rainer Tomczyk schimpft dar über hinaus über den kaputten Parkplatz am Kulturhaus. Als weiterer Schwerpunkt wurde der Laubuscher Park angesehen. Er wirkt verwildert. Der Ortschaftsrat und auch die Stadt müssen sich künftig wohl darüber Gedanken machen, was mit dem Park passiert. Ein Dorn im Auge ist allen Ortschaftsräten bei der Begehung auch die Regenentwässerung. "Die Einläufe für das Regenwasser sind mitunter alle durch Wurzeln angehoben und lassen das Regenwasser nicht mehr abfließen", so Schmidt. Helmut Naumann merkt an, dass das Unfallgefahren seien.

Auch das Eckhaus in der Parkstraße zerfällt immer mehr. "Einst sollte hier eine Seniorenwohnanlage entstehen, heute verkommt das Gebäude immer mehr", stellt Schmidt fest. Als letzten Schwerpunkt haben die Räte den Straßenzustand bemängelt. "Nahezu alle Straßen bis auf die Hauptstraße sind vor allem durch Wurzelschäden ziemlich übel zugerichtet", berichtet Helmut Naumann. Nicht nur die Straßendecke, sondern auch die Fußwege seien mittlerweile stark angehoben worden.

Die Mängelliste der Laubuscher Kolonie ist lang und soll möglichst in der Zukunft komplett abgearbeitet werden. "Doch dazu müssten wir eine Menge Geld in die Hand nehmen", prognostiziert Schmidt. Zumindest habe der Ortschaftsrat erst einmal die Probleme aufgenommen. Bis Sommer sollen noch die Laubuscher Ortsteile Heimstätten und die Siedlung von den Ortschaftsräten begangen werden.