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Orientalisches Tanz-Märchen aus 1001 Nacht

"Nujum al Layl" in Aktion auf der Kufa-Bühne.
"Nujum al Layl" in Aktion auf der Kufa-Bühne. FOTO: ahu
Hoyerswerda. Mit orientalischen Klängen, temperamentvollen Tänzen und prächtigen Kostümen entführten die Frauen des Hoyerswerdaer Tanzstudios "Nujum al Layl" ihr Publikum in der Kulturfabrik in die sinnliche Welt des Orients. Am Wochenende luden sie zu ihrer vierten orientalischen Tanzshow ein. Anja Hummel

In farbenfrohen funkelnden Stoffen stehen die zehn Frauen hinter der Bühne bereit. In wenigen Minuten werden sie ihren ersten orientalischen Tanz des Abends vor ihrem Publikum in der Kulturfabrik präsentieren. "Wir sind keine Profis, deshalb sind wir sehr aufgeregt", gibt Angela Jordan Einblick in ihre Gefühlslage. Als Leiterin der Hoyerswerdaer Tanzgruppe "Nujum al Layl", was so viel heißt wie "Sterne der Nacht", betritt sie als Erste die Bühne.

Zum vierten Mal entführten sie die Zuschauer am Freitagabend mit ihrer orientalischen Tanzshow in die farbenfrohe Welt des Orients. "Wir vertanzen die Geschichte des Sultans vom Bosporus, der erkrankt ist und seinen Harem in sicheren Händen wissen will", erklärt Angela Jordan. Geschrieben wurde das orientalische Märchen "Sterne der Nacht in der Alhambra" von Bibliothekarin Heidelinde Stoermer. So wechseln sich Vorleserin und Tänzerinnen im Programm ab. Damit sie die zweistündige Aufführung stämmen können, haben sie sich die "Rosen der Nacht" aus Spremberg als Gasttänzerinnen eingeladen.

Für den Auftritt in der Kulturfabrik haben die Frauen intensiver denn je geübt. "Solche offiziellen Shows machen wir selten. Wir tanzen sonst nur auf privaten Feiern", sagt Angela Jordan. Die 52-Jährige ist ihrem Hobby seit elf Jahren treu geblieben, besonders der Musik wegen. "Die ist feurig, sinnlich, geht in Herz und Bein und natürlich auch in den Bauch", schwärmt die Lehrerin, die schon viele der Kostüme von ihren Reisen nach Ägypten mitgebracht hat.

Tanzgruppenmitglied Olga Eisenmenger stellt vor allem den Spaß in den Vordergrund. "Es hat nichts mit der Perfektion des Körpers zu tun, sondern es ist Unterhaltung und vielleicht auch eine Ermunterung für Frauen, sich etwas zu trauen", sagt die Hoyerswerdaer Ärztin. Sie selber kann dieses Mal wegen einer Erkrankung nicht auf der Bühne stehen, dafür hat sie ihre Kolleginnen geschminkt. Die zeigen sich nach dem ersten Teil der Show zufrieden, das große Lampenfieber hat sich gelegt. Wann sie ihre nächste große orientalische Show aufführen, steht noch nicht fest. Wer die Tanzgruppe buchen möchte, kann sich an Angela Jordan unter Telefon 0172 9543735 wenden.