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Organisatoren bewältigen Ansturm aufs Hoffest

Den Kutschenausscheid eröffnete Michael Röhl aus Bernsdorf mit seinen beiden Ponys Heike und Cora.
Den Kutschenausscheid eröffnete Michael Röhl aus Bernsdorf mit seinen beiden Ponys Heike und Cora. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Dubring/Wittichenau. Wenn sich in einem beschaulichen Ort von nicht einmal 100 Einwohnern ein Vielfaches an Besuchern bestens unterhält, muss schon etwas Besonderes vorliegen. Im Landgasthof mit Pension "Dubringer Moor" gab es am Sonntag ein Kommen und Gehen beim 6. Hoffest, sodass die Gastgeber Beate und Michael Kretschmer alle Hände voll zu tun hatten. hir1

So gab es nicht nur hausgemachte sorbische Spezialitäten. Allein fürs Kaffeetrinken hatte Beate Kretschmer zwölf Kuchen und Torten gebacken, die reißenden Absatz fanden. Draußen im Hof war für allerlei Kurzweil gesorgt. Es wurden Neuigkeiten ausgetauscht, und es trafen sich Leute, die sich sonst nicht treffen. Für Kinder gab es eine Extra-Hüpfburg und eine stets umlagerte Bastelstraße. Auch das Gewicht eines quicklebendigen Schafes konnte geschätzt werden. Sieger war ein überglücklicher Junge aus Skaska, der das Realgewicht des Tieres nur um 100 Gramm verfehlte.

Auf der Hofwiese hinter dem Anwesen gab es beste sportliche Unterhaltung beim Kranzstechen. Dabei müssen die Reiter auf ihrem Pferd viel Geschick beweisen. Die einzige Frau am Start war Katharina Kureng aus Ralbitz. Sieger wurde Fabian Schnabel, der in allen fünf Runden den Kranz runterholte.

Beim Kutschenausscheid gingen acht Gespanne an den Start. Erster Starter war Michael Röhl aus Bernsdorf mit seinen beiden Ponys Heike und Cora. Für den Parcours benötigte er eine Minute und 21 Sekunden. Erst 16 Jahre alt ist Sarah Kretschmer, die mit ihrem Gespann zeigte, wie attraktiv der Pferdesport für Frauen sein kann. Am Ende belegte sie Platz 6. Sieger wurde Sebastian Domanja mit seinem Pferd Natura vor Altmeister Georg Sauer mit Reni und Roxi aus Ralbitz.

"Das war wieder ein toller Wettkampfnachmittag, bei dem Zuschauer und Teilnehmer auf ihre Kosten kamen. Und genau das war unsere Absicht", sagte Organisator Andreas Kretschmer. Und sein Bruder Michael Kretschmer, der das Hoffest ausrichtete, sagte: "Unser Vorbereitungsteam ist total begeistert, wie gut das Hoffest angenommen wurde, aber auch ganz schön geschafft. Denn es war nicht leicht, diesen Ansturm zu bewältigen."