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| 18:21 Uhr

Konzert
Oratorium erklingt in der Kreuzkirche Hoyerswerda

Frank Winderlich dirigiert die Aufführung.
Frank Winderlich dirigiert die Aufführung. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Gemischter Chor und Mandolinenorchester führen modernes Werk auf. Von Katrin Demczenko

Viele Kirchgemeinden beteiligen sich mit öffentlichen Veranstaltungen am laufenden Festjahr, um die Ersterwähnung von Hoyerswerda im Jahr 1268 würdig zu begehen. Auch die Kirche Apostelamt Jesu Christi Körperschaft öffentlichen Rechts (KöR) hat aus diesem Grund vergangenen Samstag vor vielen Zuschauern ein Oratorium aufgeführt. In dem modernen Werk „Siehe, ich bin des Herrn Magd“ des Komponisten Siegried Fietz und des Texters Johannes Jourdan wird Jesus Lebens- und Leidensgeschichte aus dem Blickwinkel seiner Mutter Maria dargestellt.

Im Altarraum und auf der hölzernen Empore der über 250 Jahre alten Kreuzkirche an der Friedrichstraße musizierten ein 33-köpfiger gemischter Chor und das Mandolinenorchester der Kirche Apostelamt Jesu Christi. Alle Mitglieder wirken ehrenamtlich und begeistert mit, denn Musik spielt im Leben der Brüder und Schwestern eine große Rolle, sagt Chordirigent Frank Winderlich.

Weil die Gemeinde Hoyerswerda nur einen kleinen Chor hat, sangen zur Unterstützung Sängerinnen und Sänger vorwiegend aus den Gemeinden Cottbus und Spremberg mit. Die Instrumentalisten kamen ebenfalls aus diesen Städten sowie aus Großräschen. Alle Musiker haben seit April 2018 für die große Aufführung geübt. So ganz neu war den meisten Mitwirkenden das Stück übrigens nicht, weil es schon öffentlich im Advent 2012 und zu Ostern 2013 in zwei Abschnitten in der Kreuzkirche und einige Jahre später komplett in Cottbus aufgeführt wurde, erzählt Frank Winderlich.

Das Hoyerswerdaer Gotteshaus hat für die kleine, nur in Deutschland ansässige Kirche Apostelamt Jesu Christi KöR eine besondere Bedeutung, denn „das ist der einzige Kirchenbau, der uns gehört“, sagt Seelsorger und Diakon Walter Pridat. Er berichtet, dass das Gebäude um 1750 als Begräbniskirche errichtet worden sei, denn damals war der heutige Jürgen-von-Woyski-Park der Friedhof von Hoyerswerda. Bis circa 1970 wurde die Kreuzkirche von der evangelischen Gemeinde Hoyerswerda genutzt und 1985 übernahm die Kirche Apostelamt Jesu Christi KöR ein leer stehendes, heruntergekommenes Haus. Mit viel freiwilliger Arbeit und nur aus Spendenmitteln wurde es wiederhergerichtet und dient nun Gottesdiensten und größeren, auch öffentlichen Veranstaltungen.