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| 19:18 Uhr

Baby der Woche
Oma verpasst die Geburt von Finn

Sina Reichstein aus Lauta mit ihrem ersten Kind, dem kleinen Finn Kurt Reichstein.
Sina Reichstein aus Lauta mit ihrem ersten Kind, dem kleinen Finn Kurt Reichstein. FOTO: Arlt Martina
Lauta. Bei Familie Reichstein in Lauta halten alle zusammen. Ein Problem, vor dem Sina Reichstein nun steht: Sie fand für die Nachsorge nach der Geburt ihres Wonneproppen keine Hebamme. Von Martina Arlt

In der ganzen Familie Reichstein in Lauta ist einfach die Freude riesengroß, dass Baby Finn Kurt nun da ist. Er wurde im Seenland Klinikum Hoyerswerda am 28. Februar um 2.06 Uhr mit einem Gewicht von

3605 Gramm und einer Größe von 53 Zentimetern geboren. Carola Reichstein wollte ihre Tochter Sina bei der Geburt unterstützen. „Sie wollte unbedingt die Geburt miterleben“, erzählt Sina Riechstein. „Doch dem Anschein nach sollte es noch dauern, bis das Baby zur Welt kommt. So fuhr meine Mama erst einmal nach Hause. Nach einer Stunde kam jedoch dann Finn Kurt zur Welt. So ist es eben manchmal bei der Geburt eines Kindes.“

Ziemlich zeitig wusste die 35-jährige examinierte Altenpflegerin bereits, dass es ein Junge werden wird. „Der Rufname Finn schwirrte einfach schon immer in meinem Kopf herum. Den Zweitnamen Kurt wählte ich ganz bewusst, da mein Uropa auch Kurt heißt. Er ist 85 Jahre alt und unsere ganze Familie kümmert sich um ihn. Er war hoch erfreut, als er hörte, dass das Baby nach ihm benannt wurde.“

Für die Großeltern Carola und Lothar Reichstein aus Lauta ist Finn Kurt das erste Enkelkind und sie sind sehr stolz darauf. Sie stehen sozusagen in den Startlöchern, um als Kindermädchen einzuspringen. Oma Carola trägt sich sogar mit dem Gedanken, deshalb eher in die Rente zu gehen. Sie wohnen im gleichen Wohnblock in Lauta und so hilft sich die ganze Familie immer wieder gern. Sina Reichstein gründete 2016 mit ihrer Schwester Marcella (39) im gleichen Haus eine WG. Nun bewohnen sie mit ihrem Kater Strolch und Baby Finn Kurt die Drei-Raum-Wohnung. „Später wird mein Schlafzimmer als Kinderzimmer umgeräumt, das klappt schon alles“, ist Sina Reichstein ganz optimistisch.

Für ein Jahr geht sie in die Elternzeit, dann besucht Finn Kurt die Kita „Firlefanz“ in Lauta. „Ich freue mich auch, dass wir uns in der Familie alle so gut verstehen. An meine Arbeitskollegen habe ich schon über Whats-App ein Foto von meinem Baby geschick.“ Die beiden Schwestern werden nun mit Baby und Kater oft unterwegs sein und es sich im Garten gemütlich machen. Mit Babysachen in den Farben Blau, Grün und Gelb hat sich die 35-Jährige schon recht gut ausgestattet. Doch nach ihrer Meinung gibt es für Mädchen eine viel größere Auswahl an Sachen als für Jungen.

Ein ganz anderes Problem: Als Sina Reichstein sich nach einer Hebamme für die Vor- und Nachsorge umschaute, war sie erfolglos. „Ich telefonierte in der Region bei den Hebammen, sogar bis Wittichenau. Doch leider konnte mir keine einen positiven Bescheid geben. So muss ich eben ohne Hebamme auskommen. Das Problem ist wohl bekannt“, sagt Sina Reichstein.