Olaf Schubert steht seit 25 Jahren auf der Bühne, auch als Schlagzeuger in zwei Bands; in die Lausitzhalle hatte er zum Konzertprogramm "Meine Kämpfe" seine Musiker Bert Stephan und Jochen Barkas mitgebracht.

Zur Begrüßung zeigte sich der Künstler überrascht von der Publikumsresonanz "in einem Städtchen, von dem man ja viel hört". Wie auch immer. Wäre der Rückbau nicht so gut in Schuss, hätte sein Kampfprogramm in der Lausitzhalle schon im Rahmen der städtischen Abschlussfeier stehen können. Ein Lacher aus dem Publikum folgte dem anderen, dazu gab es reichlich Beifall für die zeitbezogenen Weisheiten.

Olaf Schubert widmet sich als Comedian den Alltagsproblemen der Zeit genauso wie seinesgleichen in Deutschland. Nur die Art ist immer etwas anders. Schubert hat beispielsweise eine "Problemagenda" mit fünf Punkten formuliert: "Griechenland ist abgebrannt", doch was ist eigentlich eine Krise? Wer unterstützt die aufständischen Menschen in den arabischen Ländern? Warum gibt es bei den Konflikten im Nahen Osten immer nur Zank, Streit und keine Ruhe? Die Ehe, so schlussfolgerte Olaf Schubert, ist im Nahen Osten zu Hause.

Letztes Thema seiner Agenda: Die Umweltproblematik. Nach Sonnenenergie brauchen wir auch die kalte Mondkraft, denn die soziale Kälte allein reicht in Deutschland nicht, um die Klimaerwärmung zu kompensieren. Mit seinen kämpferischen Attacken leuchtete Olaf Schubert in noch so manches andere Desaster unserer Tage hinein.

Fehlen durfte dabei Angela Merkel nicht, "der mehrfach die Prostata entfernt wurde", und auch das Älterwerden der Menschen beschäftigte Olaf Schubert nachhaltig: "Wenn Bohlen auch noch 40 Jahre drauflegt, sucht Deutschland dann den grauen Star." Der Beifall zeigte recht eindeutig: Die meisten Besucher in der Lausitzhalle waren auch kampferprobt und verstanden auf ihre Weise die Welt.

Ohne Zugabe ging der unterhaltsame Abend natürlich nicht zu Ende. Der Beifall endete erst, als Flügelhornist Bert Stephan verkündete: "Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören."