ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:40 Uhr

Naturwunderwahl
Oberlausitz geht mit ihrem Libellenreich ins Rennen

Gewässer wie der Galgenteich in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft bieten Libellen einen perfekten Lebensraum.
Gewässer wie der Galgenteich in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft bieten Libellen einen perfekten Lebensraum. FOTO: Mario Trampenau
Wartha. Bei der Naturwunderwahl will das Biosphärenreservat den Titel aus dem Jahr 2017 verteidigen. Abgestimmt wird im Internet.

Gemeinsam suchen die Heinz Sielmann Stiftung und der Verein Europarc Deutschland auch in diesem Jahr wieder nach dem schönsten Naturwunder Deutschlands in heimischen Biosphärenreservaten sowie National- und Naturparks.

Im vergangen Jahr gewann die Gladiolenwiese im Daubaner Wald bereits den Titel. Nun möchte das Unesco-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gemeinsam mit den Bewohnern, Kennern und Besuchern der Region natürlich den Titel verteidigen, informiert der Staatsbetrieb Sachsenforst.

Der diesjährige Wettbewerb widmet sich dem Thema „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“. Gesucht werden Lebensräume oder Landschaftselemente, in denen seltene Insektenarten anzutreffen sind. Und da hat die Region was zu bieten – das Libellenreich Oberlausitzer Teiche. Immerhin drei Viertel aller in Deutschland nachgewiesenen Arten dieser Akrobaten der Lüfte leben hier.

Menschen haben vor Jahrhunderten die Teiche angelegt. Noch heute werden diese bewirtschaftet und für die Karpfenzucht genutzt. Das Mosaik aus Mooren, Heiden, Tagebauseen und kleinen Flüssen macht die Kulturlandschaft zum perfekten Lebensraum für Libellen und viele andere Wasserinsekten.

Feuerlibellen gehören zu den neuen Arten in der Oberlausitz.
Feuerlibellen gehören zu den neuen Arten in der Oberlausitz. FOTO: Mario Trampenau

Seit dem Jahr 1990 werden nun schon durch die Naturwacht der Biosphärenreservatsverwaltung die Libellenarten erfasst. Inzwischen kann man über 50 der 81 Arten Deutschlands im grünen Herz der Oberlausitz nachweisen. Dazu zählen die stark gefährdete Östliche Moosjungfer, die gebänderte Heidelibelle, aber auch neu aufgetauchte Arten, wie die Feuerlibelle und seit diesem Jahr auch der Spitzenfleck.

Bis zum 2. September kann man sich an der Abstimmung über die schönsten Naturwunder beteiligen. Auf der Internetseite der Heinz Sielmann Stiftung unter www.sielmann-stiftung.de/naturwunder werden die ausgewählten „Naturwunder in Deutschland“ vorgestellt und für die Abstimmung freigegeben.

Bereits zum neunten Mal rufen die Heinz Sielmann Stiftung und Europarc Deutschland zur Naturwunderwahl auf. Bisherige Sieger waren unter anderem der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, der Nationalpark Harz, der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald und das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe in Brandenburg und eben das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit der Gladiolenwiese im Daubaner Wald. In diesem Jahr stehen 18 Landschaften zur Wahl.

Grüne Flussjungfern zählen zu den Großlibellen.
Grüne Flussjungfern zählen zu den Großlibellen. FOTO: Mario Trampenau
(red/dh)