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Oberbürgermeister öffnet Tür zu neuer Zoo-Anlage

Oberbürgermeister Stefan Skora schließt die Anlage auf.
Oberbürgermeister Stefan Skora schließt die Anlage auf. FOTO: dcz1
Hoyerswerda. Seit Sonntag können Besucher auf einer der Anlagen im Hoyerswerdaer Zoo neben den Ouessantschafen und den Zwergziegen einer dritten Tierart, den Bennettkängurus, ganz nahe kommen. Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) hat die begehbare Anlage mit den Geschäftsführern der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH) Steffen Grigas sowie der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH Arthur Kusber und dem Zoologischen Leiter Eugène Bruins eröffnet. Katrin Demczenko / dcz1

Ehe Stefan Skora die Gehegetür erstmalig öffnete, würdigte er als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der ZooKultur das Engagement der VBH. Sie setze sich zuverlässig für den Zoo und andere öffentliche Einrichtungen ein, die Gäste und Bürger der Stadt gern nutzen. "Solche Highlights brauchen wir. Diese Schätze müssen wir hegen und pflegen", betonte OB Skora. Steffen Grigas sagte, seine Firma unterstützt den Zoo seit 2011 immer wieder dabei, die Haltungsbedingungen für die Tiere zu verbessern.

Der Aufbau der Känguruanlage kostet laut Arthur Kusber 20 800 Euro und die Fördersumme der VBH lag im fünfstelligen Bereich. Die Firma will nach ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten die Partnerschaft mit dem Zoo fortsetzen, sagte Steffen Grigas. Das freute Arthur Kusber, denn die Umgestaltung des kleinsten sächsischen Zoos zu einer Anlage, die Besuchern Tiere nach Erdteilen geordnet in moderner Form präsentiert, ist noch nicht abgeschlossen.

Kusber sagte, dass der renaturierte Zooteich und die benachbarte begehbare Känguruanlage jetzt "ein zum Ensemble gewachsener Bereich" sind. Im Herbst 2015 war dort eine Sandwüste mit Betontrockengraben. 2016 wurden auf dem beräumten Gelände die Hügel sowie der Besucherweg geschaffen und begrünt, berichtete die Presseverantwortliche des Zoos Stefanie Jürß. Aus der vorhandenen Blockhütte entstand der Stall für die Benettkängurus.

Besucher können das Kängurumännchen Ludwig, seine Weibchen Maja und Mila und ihre beiden Jungtiere vom Weg aus beobachten. Das funktioniert, stellten die Oberhäupter der Stadt und der Firmen bei der Erstbegehung der Anlage fest. Die springenden Bewohner Südostaustraliens und Tasmaniens fühlen sich in ihrem 1000 Quadratmeter großen neuen Zuhause wohl, weil sie dort viel Platz haben und sich im Gras verstecken können, sagte Stefanie Jürß. Zwei weitere Känguruweibchen werden die Gruppe später verstärken.