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| 17:32 Uhr

Auf der Suche nach dem Traum-Baum fürs Fest in Hoyerswerda
Nordmanntannen sind der Renner

 Auf der Plantage von Tannen-Schmidt hat Irene Bähr ihren Traum-Baum fürs heimische Wohnzimmer schnell gefunden: hochgewachsen, aber schön schlank.
Auf der Plantage von Tannen-Schmidt hat Irene Bähr ihren Traum-Baum fürs heimische Wohnzimmer schnell gefunden: hochgewachsen, aber schön schlank. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Nach dem Dürre-Sommer ist die Weihnachtsbaum-Auswahl rund um Hoyerswerda groß. Von Katrin Demczenko

„Ohne Weihnachtsbaum gibt es kein Weihnachten“, sagt Irene Bähr bestimmt, als sie vor wenigen Tagen mit ihrem Mann die Plantage Tannen-Schmidt an der Schwarzen Elster betritt. Jedes Jahr sucht sich das Rentnerehepaar dort eine Nordmanntanne aus, die später im Wohnzimmer festlich geschmückt den Mittelpunkt der großen Feier mit Kindern und Enkeln bildet. Ein schlanker Baum muss es sein, denn die vorgesehene Zimmerecke ist nicht groß, erklärte die Hoyerswerdaerin dem Chef der Weihnachtsbaumplantage Ulrich Schmidt.

Im Weihnachtsbaum-Land gibt es auch für diesen speziellen Wunsch eine Lösung. Baum-Experte Ulrich Schmidt lotst das Paar zu etwa zwei Meter hohen Nordmanntannen, die vor zehn bis zwölf Jahren kleine Sämlinge gewesen waren. Dort finden Bährs recht schnell ihren Traum-Baum: hochgewachsen, aber schön schlank ohne großen Umfang. „Er braucht täglich Wasser, mag keine Zugluft und keine direkte Wärme von der Heizung, dann halten die Nadeln länger“, bekommt das Rentnerpaar mit auf den Weg.

Natürlich können auf der Plantage alle Kunden seit über 30 Jahren Blaufichten und seit den 1990er- Jahren auch Nordmann-, Colorado- und andere Tannenarten mit der Hand absägen, erzählt Ulrich Schmidt. „Aber das machen meist nur Väter mit ihren Kindern.“

Ulrich Schmidt ist sich übrigens mit seinen Kollegen, den Baumexperten Andreas Schulze und Jörg Hassemeier von der  Kmetsch-Baumschule, einig, dass die Nordmanntannen der Renner sind, weil sie kaum nadeln.

Auf der Weihnachtsbaumplantage von Andreas Schulze am Scheibesee gibt es zudem in der Adventszeit auch besondere Veranstaltungen. Firmenbelegschaften treffen sich dort, um ein wenig zu feiern und bei dieser Gelegenheit den Weihnachtsbaum gleich mit nach Hause zu nehmen. Die Wohnungsgenossenschaft LebensRäume eG hatte am zweiten Adventswochenende viele Mieter auf die Plantage am künftigen Hoyerswerdaer Haussee eingeladen. „Das war ein voller Erfolg“, erzählt Andreas Schulze.

Eine große Baum-Auswahl halten  auch die  J. Kmetsch Baumschulen bereit. Dazu gehören Normanntannen aus Forstbetrieben in Norddeutschland, Kiefern aus einem Wald bei Spremberg und Blaufichten aus eigener Zucht. Baumschul-Chef Jörg Hassemeier hat nach dem Dürre-Sommer mit fehlender Feuchtigkeit diesmal besonders darauf geachtet, dass die Bäume erst Ende November/Anfang Dezember geschlagen wurden, damit sie frischer sind und die Nadeln länger halten.

Wer hingegen seinen Christbaum  getopft kauft, kann ihn nach dem Fest in den eigenen Garten pflanzen. Wie das geht, erklärt Jörg  Hassemeier: Der Baum muss gegossen werden und darf nicht zu lange im Warmen stehen. Vor dem Auspflanzen braucht der Baum einige Tage Zeit an einem kühlen, hellen Ort. Bei frostfreiem Wetter kann er dann in den Boden gesetzt werden.