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Lausitzer Seenland
Noch viele offene Fragen zur Zukunft der Seenland-Messe

Das Lausitzer Seenland von oben.
Das Lausitzer Seenland von oben. FOTO: LMBV
Bergen. Die Lausitzhalle Hoyerswerda bastelt an frischem Konzept für die touristische Gewerbeschau im Seenland. Die Seenland-Besuchertage starten 2018 diesmal am Partwitzer See.

Im Jahr 2018 wird die Tourismusregion Lausitzer Seenland wieder mit den Besuchertagen in die neue Saison starten. Die finden diesmal am 28. und 29. April 2018 statt. Für das Wochenende werden Veranstaltungen im gesamten Seenland geplant. Der Auftakt und Schwerpunkt wird dann jedoch am Partwitzer See liegen. Das kündigte Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, während der Verbandsversammlung am Dienstag in Bergen an. Mit dem 1. Segelclub Partwitzer See wurde für die offizielle Auftaktveranstaltung auch bereits ein Veranstalter gefunden. „Und wir haben die LMBV angefragt, zum aktuellen Stand der Sanierung am Partwitzer See etwas beizusteuern“, so Just.

Während für die Besuchertage die Vorbereitungen also in vollem Gange sind, ist die Zukunft der Lausitzer Seenland-Messe indes völlig offen. Einen Termin für eine neue  Auflage der Messe - es wäre die siebente ihrer Art - gibt es bislang nicht.

In den vergangenen beiden Jahren hatte ein privater Messeveranstalter aus Hörlitz mit Unterstützung der Lausitzhalle Hoyerswerda die Seenland-Messe als Gewerbeschau veranstaltet. Doch sowohl zum Konzept als auch zum günstigsten Termin für eine solche Messe gibt es bislang keine endgültige Entscheidung. „Es war angestrebt, die Messe terminlich an die Besuchertage im Lausitzer Seenland zu koppeln - das ist für 2018 nicht gelungen“, erklärte Zweckverbands-Geschäftsführer Daniel Just. Am richtigen Messetermin scheiden sich ohnehin die Geister. Darauf wies der Lautaer Bürgermeister Frank Lehmann hin. „Die Messe sollte eher im Jahr stattfinden. Denn viele touristische Anbieter haben so kurz vor dem Saisonstart nicht die Kraft, an einer solchen Messe teilzunehmen“, erklärte er und erinnerte damit an einen der Hauptkritikpunkte nach den letzten beiden Messen. Aus Lehmanns Sicht sollte man über eine Vorverlegung des Messetermins in die ersten Monate des Jahres nachdenken.

Das ist freilich für 2018 alles nicht mehr zu realisieren. „Zumal es derzeit ja wohl keinen Veranstalter für eine solche Messe gibt?“, warf Volker Mielchen, Geschäftsführer des brandenburgischen Seenland-Zweckverbandes, zu dem Thema ein.

Dass die Messe im Moment keinen Veranstalter habe, gegen diesen Zungenschlag wehrte sich Lausitzhallen-Geschäftsführer Dirk Rolka gestern auf RUNDSCHAU-Anfrage allerdings. Die Lausitzhalle wolle für die Zukunft die Seenland-Messe ausrichten und - nachdem auch die Kamenzer Messe WIR nicht mehr an den Start geht - sich als vielversprechendes Messe-Projekt in Hoyerswerda etablieren. „Doch dafür benötigen wir Unterstützung aus der Politik“, erklärte er. An einem frischen Konzept arbeite die Lausitzhalle. Die Akquise von Partnern habe bereits begonnen - habe jedoch noch nicht den erhofften Rücklauf für eine Messe-Auflage 2018 ergeben.