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Königsbrück
Noch nicht einmal fertig gebaut und schon zu klein

Der Neubau der Königsbrücker Oberschule ist fast fertiggestellt.
Der Neubau der Königsbrücker Oberschule ist fast fertiggestellt. FOTO: Uwe Menschner
Königsbrück. Die Oberschule in Königsbrück, in der ab dem Schuljahr 2018/2019 unterrichtet wird, muss wohl schon bald erweitert werden. Der Landkreis Bautzen hat bereits vorgesorgt. Von Uwe Menschner

In Königsbrück ist in den vergangenen Monaten direkt an der Bundesstraße 97 ein neues Haus für die Oberschule emporgewachsen. Dabei sind die Schülerzahlen in der Heidestadt zur Zeit, als der Bau beschlossen wurde, gar nicht der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung gewesen. Vielmehr wurde „im Zuge der Ertüchtigung des bestehenden Altbaus im Juli 2014 eine schwere Schädigung der Deckenkonstruktion in großen Teilen beider Obergeschosse festgestellt“, wie es in einer Beschlussvorlage des Bautzener Kreistags vom Februar 2015 hieß. Vor den Kreisräten – die Schule befindet sich in Trägerschaft des Landkreises – stand die Frage: Sanierung oder Neubau? Nach Anhörung von Stadt und Schulleitung entschied sich der Kultur- und Bildungsausschuss für Letzteres, zumal nahezu identische Kosten ermittelt worden waren.

Seit dem ersten Spatenstich im September 2016 geht es nun zur Sache. „Die Arbeiten liegen voll im Plan, Ende März wird der Baukörper fertiggestellt sein“, erklärt Bauleiter Andreas Hantschke vom beauftragten Planungsbüro Gumpert aus Wittichenau. An die eigentlichen Bauarbeiten schließt sich dann die zweimonatige Ausstattungsphase an, in der die Schulräume eingerichtet und möbliert werden. Parallel werden die Außenanlagen gestaltet. Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 können dann die Schüler in einem modernen, lichtdurchfluteten dreigeschossigen Haus lernen. Ein Glasbau verbindet die neue Schule mit der Turnhalle, in der sich neben der Sportfläche auch einige Fachkabinette befinden.

Mittlerweile gewinnt der Fakt der steigenden Schülerzahlen an Bedeutung. Denn der Neubau ist für einen einzügigen Betrieb konzipiert. Allerdings wird mehr Raum benötigt, da bereits in den vergangenen drei Schuljahren jeweils zwei fünfte Klassen aufgenommen wurden. Deshalb werden die Unterrichtsconatiner nach der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes noch weiter genutzt.

„Die Planung erfolgt so, dass eine spätere Erweiterung zur Zweizügigkeit problemlos möglich ist“, hatte der damalige Landratsbeigeordnete Steffen Domschke bereits 2015 versichert. Und diese Option wird der Landkreis jetzt wohl ziehen müssen, auch wenn es dazu noch keinen Beschluss gibt.

Bei den Baukosten zeichnet sich eine leichte Erhöhung gegenüber der ursprünglich geplanten Summe ab. Die Mehrkosten belaufen sich auf 126 000 Euro und somit auf circa drei Prozent der Plansumme. „Die Mehraufwendungen ergaben sich durch Veränderungen der Gesetzeslage in Bezug auf den Brandschutz und als Ergebnis behördlicher Prüfungen und Auflagen“, erklärt Valentin Opitz, Leiter des Gebäude- und Liegenschaftsamtes.