| 02:40 Uhr

Noch haben die Handwerker das Sagen

Viel zu tun: Veit Okoniewski baut eine neue Pumpe im Lausitzbad ein. Durch die neue Technik spart das Hoyerswerdaer Bad pro Jahr etwa 70 000 Kilowattstunden.
Viel zu tun: Veit Okoniewski baut eine neue Pumpe im Lausitzbad ein. Durch die neue Technik spart das Hoyerswerdaer Bad pro Jahr etwa 70 000 Kilowattstunden. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Noch bis zum 19. August läuft die jährliche zweiwöchige Schließzeit des Lausitzbades Hoyerswerda. Katrin Demczenko / dcz1

Während dessen führen Mitarbeiter und zumeist regionale Handwerksfirmen notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten durch. Maler, Elektriker, Fliesenleger, eine Firma, die Pumpen einbaut und sogar Gerüstbauer waren oder sind noch im Familien- und Freizeitbad tätig, um es wieder für den Besucheransturm ab 20. August um 10 Uhr fit zu machen.

Zuerst wurde das Wasser überall abgelassen. Dann säuberten die Bad-, Sauna- und Gastronomiemitarbeiter die trockenen Becken umfassend von Schmutz und Algen. Sie verändern auch die Beleuchtung des Lausitzbades und tauschen veraltete Neonröhren gegen moderne LED-Technik aus, sagte der Leiter des Bad- und Saunabereichs, Matthias Brauer. Die Reinigung der unter dem 25-Meter-Becken liegenden Schwallwasserkammern, in die das Überlaufwasser des Schwimmbeckens fließt, übernahm eine Spezialfirma.

Als wichtigste technische Neuerung benannte Brauer den Austausch von fünf der neun Pumpen, die die Attraktionen Wasserfall, Unterwassermassageliegen, den Wild- sowie Spielbach und die Turboduschen betreiben. Die beim Badaufbau im Jahr 1998 im Keller eingebaute Pumpentechnik wurde nun von Mitarbeitern der Spezialfirma PSD gegen moderne Hocheffizienzpumpen mit Permanentmagnetmotoren ausgewechselt, um insbesondere den Stromverbrauch massiv zu senken. "Die neun Pumpen hatten bisher einen Jahresverbrauch von 203 000 Kilowattstunden und kommen künftig mit 130 000 Kilowattstunden aus, obwohl die geförderte Wassermenge gleich bleibt", erklärte Matthias Brauer. Zu diesem etwa 67 000 Euro teuren Kauf von fünf Pumpen, die die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanziell unterstützt, erwarb das Lausitzbad auch nicht geförderte moderne Steuerungstechnik für alle neun Attraktionspumpen. So wird die eben genannte Stromeinsparung möglich.

An beiden Sprunganlagen ins 25-Meter-Becken mussten wegen der Vorgaben des TÜV neue Edelstahlgeländer und -treppen angebaut werden, erzählte Matthias Brauer weiter. Das war nicht einfach, denn vor diesem Austausch musste erst einmal eine Gerüstbaufirma im leergepumpten Becken ein Arbeitsgerüst aufbauen. Nur so konnten die Monteure ihre Arbeiten sicher durchführen.

Doch auch im Saunabereich wird derzeit geputzt und gebaut. Die Besucher können sich ab Sonntag dieser Woche auf eine neue Holzverkleidung im Inneren der Sauna "Helsinki" und einen entschlammten Goldfischteich im Saunagarten freuen.