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Baby der Woche
Niklas soll große Schleife bekommen

Spohla/Hoyerswerda. Kinder, die auf den Tag genau zum Geburtstermin das Licht der Welt erblicken, sind eher selten. Doch dieses Phänomen schaffte der kleine Niklas Flechtner – wenn auch knapp. Von Martina Arlt

Niklas hat es gerade noch so vor Mitternacht geschafft, seinen Geburtstermin einzuhalten: Er kam im Seenland Klinikum Hoyerswerda am 17.  Dezember um 23.25 Uhr mit einem Gewicht von 2890 Gramm und einer Größe von 48 Zentimetern auf die Welt. Seine Mutter ist Susann Flechtner, die aus Spohla (Stadt Wittichenau) stammt. Für seinen Vater Marcel Schädlich war die Geburt des Sohnes schon ein besonderer Moment und er war im Klinikum dabei.

„Einen passenden Jungennamen zu finden ist schwierig“, erzählt Susanne Flechtner. „Dann lasen wir einige Namen im Fernsehen und so kamen wir auf die Idee, Niklas könnte uns gefallen. Wir waren uns schnell einig. In der Familie Flechtner gab es bisher fast immer Mädchen, so sind wir glücklich, dass ein Stammhalter angekommen ist. So wird auch der Familienname weitergetragen“, freut sich Susann Flechtner.

Irgendwann wird es auch ein Geschwisterchen geben, ist sie sich sicher. „Niklas ist nun in diesem Jahr unser Weihnachtsgeschenk. Er wird mit einer großen Schleife unter den Weihnachtsbaum gelegt“, sagt Susann lächelnd. Sie ist auch einfach glücklich, pünktlich zum Weihnachtsfest mit ihrem Sohn wieder daheim zu sein.

Marcel Schädlich (31, Industrie-reiniger) hat seine Wurzeln in Drebkau. Er lernte seine Susann (28, Floristin) im vorigen Jahr kennen. „Es war bei der Hochzeit meiner Chefin im Juni 2016, dort hat es zwischen uns gefunkt“, verrät Susann. Seit Januar 2017 wohnt das Paar in Spremberg in einem Mehrfamilienhaus. „Doch in meinem Heimatort gibt es noch von unserer Familie ein Haus, das in den nächsten Monaten saniert werden soll. Marcel ist auch handwerklich sehr geschickt und so hoffen wir, dass wir vielleicht in einem Jahr wieder nach Spohla ziehen können“, so Susann.

Riesenfreude ist bei den Großeltern Ulla und Andreas Flechtner aus Spohla sowie Regina Schädlich und Reinhard Ewald aus Drebkau aufgekommen, als der neue Erdenbürger angekommen war. Zur Feier des Tages brachte Oma Ulla auch gleich ein Sparschwein zur Geburt mit, das nun bis zum 18. Lebensjahr gern gefüllt werden kann. Eine Pullerparty in kleiner Runde fand bereits in Spohla bei den dortigen Großeltern statt.

Auch Susanns Schwester Nadine war schon sehr gespannt auf die Ankunft des neuen Familienmitgliedes. Für ein Jahr geht Susann in die Babypause. Sachen für Niklas hat sie mit ihrer Mutter Ulla in verschiedenen neutralen Farben gekauft. „Als kleines Geschenk im Klinikum bekamen wir Mützchen und Söckchen in Grün-Weiß. Die Betreuung war dort sehr gut“, lobte Susann Flechtner.

Am ersten Weihnachtsfeiertag trifft sich auf jeden Fall die ganze Familie in Spohla und dann wird Baby Niklas bestaunt.