ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:42 Uhr

Tag der Bibliotheken
Nicht nur ein Ort der Literatur

Zum Tag der Bibliotheken am 24. Oktober stellt sich die Stadtbibliothek vor.
Zum Tag der Bibliotheken am 24. Oktober stellt sich die Stadtbibliothek vor. FOTO: anaterate/pixabay.com
Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer Stadtbibliothek versteht sich als ein Treffpunkt für Familien. Von Katrin Demczenko

Bibliothek bedeutet Vielfalt – das gilt auch für die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek Hoy­erswerda, wie viele Nutzer und die Mitarbeiterin Hansi Kunisch in einer Umfrage zum Tag der Bibliotheken am 24. Oktober bestätigt haben.­

Der 29-jährige Robert Haschick aus Hoyerswerda nutzt E-Books von der Onleihe Oberlausitz, die er sich während seiner beruflich bedingten Autofahrten von einem Computerprogramm vorlesen lässt. Der Paketzusteller hat auch aus einem juristischen Text der Bibliothek erfahren, wie er sich beim Abliefern der Ware auf fremden Grundstücken verhalten muss. Für seine Freizeit holt er gern Comics wie „Iron Man“ oder „Hulk“, die er mit seinen Kindern liest, wenn diese ihn besuchen.

Robert
Haschick.
Robert Haschick. FOTO: Katrin Demczenko

Roberts Vater Bernhard Haschick erzählt von Sachbüchern, die er für seine Enkel entliehen hat. Damit haben diese erfolgreich ein Schulprojekt über die Nutzung von Wasser- und Windkraft vorbereitet. Bernhard Haschick selbst nutzt öfter den umfangreichen Zeitschriftenfundus der Bibliothek, denn ihn interessieren verschiedene wissenschaftliche Themen.

Bernhard
Haschick.
Bernhard Haschick. FOTO: Katrin Demczenko

Christa Großmann ist schon seit Jahren Bibliotheksleserin, zuerst in Waiblingen bei Stuttgart und jetzt in Hoyerswerda. „Es ist doch praktisch, Bücher zu entleihen anstatt zu kaufen, dann nehmen sie zu Hause keinen Platz weg“. Sie gab auch schon selbst gekaufte Literatur nach dem Lesen zur Bibliothek, damit sie andere Menschen erreicht. Die 68-Jährige liest gern Romane über die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegszeit, aber auch Bücher von Renate Bergmann, die humorvoll vom Rentnerdasein berichten. Viel Spaß hat ihr der Titel „Besser als Busfahren“ gemacht.

Christa
 Großmann
Christa Großmann FOTO: Katrin Demczenko

Die kleine Finja kommt öfter mit ihrer Mutter zur Bibliothek und holt Kinderbücher sowie Brettspiele. „Der Spieleabend hat mir gefallen“, sagt die Erstklässlerin, die bald alle Buchstaben können möchte. Dann kann sie die Geschichten über „Die kleine Spinne Widerlich“ von Diana Amft endlich selbst lesen und braucht keinen Vorleser mehr.

Finja.
Finja. FOTO: Katrin Demczenko

Hansi Kunisch, die in der Bibliothek arbeitet, beschreibt die Einrichtung als Treffpunkt für Familien und verweist auf Veranstaltungen für Kitakinder sowie Schüler. Die nächste Lesung für Erwachsene ist am 26.Oktober um 18 Uhr, wenn Bettina Wilpert ihr Buch „Nichts, was uns passiert“ vorstellt. Hansi Kunisch liest gern Krimis, wenn sie nicht so gruselig sind und Bücher über Zeitgeschichte. Den Lesern empfiehlt sie „Nasser Fisch“ von Volker Kutscher, die literarische Vorlage für den Film „Babylon Berlin“.

Hansi
Kunisch
Hansi Kunisch FOTO: Katrin Demczenko