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Neuwieser Mühlrad soll sich mittelfristig wieder drehen

Der Steg ist fertig, das Mühlrad muss noch besser befestigt werden und auch das Geländer wird erneuert.
Der Steg ist fertig, das Mühlrad muss noch besser befestigt werden und auch das Geländer wird erneuert. FOTO: T. Richter-Zippack/trt1
Neuwiese. Es wäre ein Traum für die Neuwieser: Das Wasserrad an der alten Mühle in der Ortsmitte dreht sich wieder. Derzeit ist dies aus technischen Gründen nicht möglich, wie der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark sagt. trt1

Es wurde im Zuge der Neuwieser 600-Jahr-Feier anno 2001 neu eingebaut. Erforderlich sei eine feste Verankerung für die Welle, die das möglicherweise zu schwere Mühlrad hält. Daher werde das Mühlrad bislang nur sehr selten in Bewegung gesetzt. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren rund um das historische Ensemble investiert. Höhepunkt bildete die Neugestaltung des Mühlenvorplatzes. Auch der Steg über den alten Elsterlauf wurde erneuert. Jetzt will die Dorfjugend das Geländer an der Mühlenterrasse erneuern.

Die Neuwieser Mühle ist laut der Ortschronik im Jahr 1737 erstmals erwähnt worden. Damals sollen sich gleich zwei Wasserräder gedreht haben, die eine Getreidemühle und ein Sägewerk antrieben. 1910 wurden Ensemble und Mühlräder komplett erneuert. Vor rund 45 Jahren erfolgte die Einstellung des Mühlbetriebes. Die Technik ist aus dem Gebäude bereits zu DDR-Zeiten entfernt worden. Eine ortsansässige Firma nutzte die Räume als Lager. Um die Jahrtausendwende wurden die Stauanlage sowie das Wasserrad wieder neu hergerichtet, auch durch die ehrenamtliche Arbeit der Neuwieser.