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Neues EU-Projekt unterstützt Unternehmen im Grenzraum

Görlitz/Bautzen. Im sächsisch-polnischen Grenzgebiet – dies betrifft auf sächsischer Seite die Landkreise Bautzen und Görlitz – erhalten kleine und mittlere Unternehmen nun Unterstützung bei der Entwicklung und dem Ausbau von Innovationen. Der offizielle Startschuss ist gestern im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung beim Technologie- und Gründerzentrum Bautzen gefallen. red/gro

Für die Unterstützung haben die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS), die Technologie- und Gründerzentrum Bautzen GmbH sowie die Riesengebirgsagentur für Regionale Entwicklung KARR S.A. gemeinsam das Projekt "InnoCoopPolSax" ins Leben gerufen. Der Name steht für Innovation und Kooperation zwischen Polen und Sachsen, genauer formuliert für die "Unterstützung grenzübergreifender und innovationsfördernder Kooperationen im polnisch-sächsischen Grenzraum." Peter Nothnagel, WFS-Geschäftsführer, erklärt: "Im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Polen gibt es derzeit noch viele ungenutzte Innovationspotentiale. Das Projekt ist darauf ausgelegt, genau diese zu eruieren und auszuschöpfen. Der Weg dahin führt nach unserer Auffassung über die Initiierung und Förderung von entsprechenden Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Netzwerkorganisationen und öffentlichen Institutionen in der Region."

Teilnehmende kleine und mittlere Unternehmen werden zudem von Experten zu Innovationen und ihrer erfolgreichen Weiterentwicklung beraten. Im Fokus stehen die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Kunststoff- und Metallverarbeitung, IT, Automation und Elektronik.

Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert.

Zum Thema:
Das Kooperationsprogramm Interreg Polen-Sachsen 2014-2020 ist Teil der EU-Förderinitiative zur Europäischen Territorialen Zusammenarbeit. Das Programm stellt für die sächsisch-polnische grenzübergreifende Zusammenarbeit knapp 70 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung zur Verfügung. Förderbereiche sind das gemeinsame Natur- und Kulturerbe, die regionale Mobilität, die grenzübergreifende Aus- und Weiterbildung sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit.