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Neues Buch wird in der Kufa vorgestellt

Hoyerswerda. Das neue Buch "Vom Loslassen und Ankommen" wird am Mittwoch um 18 Uhr in der Kulturfabrik im Bürgerzentrum Braugasse 1 vorgestellt. Es ist das dritte seiner Art. red/sob

Im Jahre 2007 führte der Verein anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Hoyerswerda Neustadt" das interdisziplinäre, fünf Dekaden umfassende Projekt "Die 3. Stadt" durch. Für die 70er-Jahre stand das Buchprojekt "Gesichter einer Stadt". Dabei wurden 25 Gespräche mit Arbeitern, Künstlern, Betriebsdirektoren, Pfarrern oder Lehrern geführt. Diese Porträts fanden den Weg in das Buch und beschrieben authentisch, kritisch und humorvoll ein Stück gelebte DDR-Geschichte. 2009 folgte ein zweites Buchprojekt, diesmal zum Thema Erinnerungen an die friedliche Revolution in Hoyerswerda. Wieder wurden weitere 25 Personen befragt und Porträts für das Buch "Geschichten eines Umbruchs" geschrieben.

Während der Buchpräsentationen wurde immer wieder die Bitte laut, diese Biografien weiterzuerzählen. Das Jubiläum im Jahre 2015 "25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen" sei dafür ein passender Anlass gewesen. Mit Unterstützung durch die Staatsregierung des Freistaats Sachsen konnte das neue Projekt in Angriff genommen werden. Nach 25 weiteren Geschichten wurde gesucht, die sich der Frage "angekommen in der neuen Gesellschaft?" widmen. Wie sind die befragten Personen mit dem Umbruch klargekommen, wie haben sie sich in die neue Gesellschaftsordnung eingefügt, sich mit ihr arrangiert oder sich in ihr engagiert. "Angekommen" in den neuen Strukturen, dem Lebensumfeld, der sich völlig neu gestalteten Stadt in einem neuen "Bundesland" oder in einem völlig neuen Lebensumfeld? Erscheinen wird somit kein ausschließlicher Rückblick, sondern ein vielfältiger und spannender Ist-Zustand.

Präsentiert wird das Buch "Vom Loslassen und Ankommen" am Mittwoch, den 30. März, in der Kulturfabrik.