Das geht aus der neuen Satzung hervor, die der Stadtrat heute Abend beschließen soll (17 Uhr, großer Sitzungssaal im Neuen Rathaus). Allerdings soll der Musikschul-Unterricht nicht so kostspielig werden wie ursprünglich geplant. Bei der ersten Diskussion über die Gebühren im Oktober 2004 wollte der Eigenbetrieb noch eine Anhebung um rund 20 Prozent. Nun sind nur noch zehn Prozent einkalkuliert. Und selbst die sollen etappenweise umgesetzt werden. Die erste Anhebung ist zum 1. Februar geplant, die zweite soll dann zum ersten August kommen.
„Das ist so zial verträglicher“ , erklärt Eigenbetriebs chef Jan Setzer warum man dem Vorschlag des Ältestenrates gefolgt sei. Dieser hatte sich - wie einige Stadträte - eingeschaltet, als die Gebühren um 20 Prozent steigen sollten. Daraufhin hatte der Eigenbetrieb noch einmal neu kalkuliert. Das Unternehmen bekommt zwar 20 000 Euro weniger Zuschuss von der Stadt, will aber 10 000 Euro mehr in die Musikschule investieren und so die Gebühren nur um zehn Prozent anheben. Die finanziellen Ausfälle sollen dann unter anderem damit kompensiert werden, dass der Eigenbetrieb die Verwaltung der Ein-Euro-Jobber übernimmt.
Geht man davon aus, dass sich keine Schüler abmelden, dann rechnet der Eigenbetrieb mit Mehreinnahmen von rund 13 000 Euro pro Jahr. Dabei bleiben muss allerdings niemand. Denn im Beschlussvorschlag wird den Schülern auch ein Sonderkündigungsrecht aufgrund der Gebührenerhöhung eingeräumt. (ck)

Zum Thema Neue Gebühren
 Im Satzungsentwurf sind unter anderem folgende Gebührensätze geplant:
Schüler, die an Wettbewerben teilnehmen, solistische Aufgaben übernehmen und hervorragende Prüfungsergebnisse aufweisen können, sollen ab 1. Februar 333 Euro und ab 1. August 350 Euro zahlen. Bisher waren für 45 Minuten Einzelunterricht 317 Euro fällig.
Schüler, die die Leistungsanforderungen nicht erfüllen, und Erwachsene sollen ab 1. Februar 485 Euro und ab 1. August 510 Euro zahlen. Bislang lag die Gebühr für 45 Minuten Unterricht bei 460 Euro.