Bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2009 haben 56,1 Prozent aller Wahlberechtigten in der Gemeinde Spreetal von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Diese Zahl heißt es in diesem Jahr zu schlagen. Zur Wahl stehen vier Parteien in Spreetal: Die Wählervereinigung Spreetal, die Linke, die Bürgervereinigung Spreetal und die NPD. Die Zusammensetzung des künftigen 14-köpfigen Gemeinderates dürfte rein rechnerisch von einer Mehrzahl von Mitgliedern der Wählervereinigung Spreetal bestimmt sein. Doch bei der Arbeit des künftigen Gemeinderates ist nicht die Zusammensetzung der Parteien entscheidend, sondern die Sache an sich.

Die Sanierung der Grundschule Burgneudorf wurde in der vergangenen Legislaturperiode erfolgreich begonnen, die der neue Gemeinderat nun weiterhin erfolgreich zu Ende bringen sollte. Doch auf den Gemeinderat werden noch viel größere Anforderungen und weitreichende Entscheidungen zukommen: Das wohl größte Problem in der Gemeinde aus Bürgersicht ist der Grundwasserwiederanstieg. In der letzten Legislaturperiode wurden bereits Maßnahmen wie Grabensysteme initialisiert, aber das Problem gänzlich stoppen konnte die Gemeinde damit nicht. Die künftigen Räte müssen nachhaltigere Lösungen finden.

Wichtig bleibt für jede Gemeinde, Arbeitsplätze in der näheren Umgebung zu erhalten oder neu zu schaffen. Dafür sind eine weitere Konzentration auf den Industriepark Schwarze Pumpe sowie der Entwicklung des Seenlandes notwendig.

Demzufolge ist die Fortführung beim Ausbau der Infrastruktur von Nöten, wie zum Beispiel die Ortsdurchfahrt durch Burgneudorf und die Kreisstraße 9215.

Die künftigen Räte werden sich ebenfalls in der kommenden Legislaturperiode Gedanken über das Zusammenwachsen von Gemeinden machen müssen. Denn alleine, so orakelt Bürgermeister Manfred Heine, werde es die Gemeinde in Zukunft wohl nicht mehr schaffen. Mögliche Lösungen wäre der Zusammenschluss mit der Gemeinde Lohsa, Elsterheide oder mit der Stadt Hoyerswerda.