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Neuer Meilenstein am Geierswalder See gesetzt

Grund zur Freude am Ufer des Sees: Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm, Staatssekretärin Andrea Fischer und Landrat Michael Harig (v.l.n.r.) bestätigen Klaus Wiegmann (r.) ihre Unterstützung für das Segelinklusionszentrum.
Grund zur Freude am Ufer des Sees: Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm, Staatssekretärin Andrea Fischer und Landrat Michael Harig (v.l.n.r.) bestätigen Klaus Wiegmann (r.) ihre Unterstützung für das Segelinklusionszentrum. FOTO: cw
Geierswalde. Grünes Licht für einen weiteren "Leuchtturm" am Geierswalder See: Noch in diesem Jahr soll Baustart für ein deutschlandweit einzigartiges Projekt sein – ein Segelinklusionszentrum. Der 1. Catrin Würz

Wassersportverein Lausitzer Seenland baut am Südufer des Sees für 793 000 Euro sein Vereinsgebäude als Leistungszentrum des sächsischen Segelsports. Und es wird alle Voraussetzungen haben, um auch Sportler mit Handicap in das Sportvereinsleben zu integrieren. Seit drei Jahren bekennt sich der Wassersportverein zu der Thematik Inklusion und will gleichberechtigte Trainings- und Wettkampfbedinungen auch für Menschen mit Behinderung schaffen.

Zwei sächsische Ministerien unterstützen dieses ehrgeizige Vorhaben mit Mitteln aus ihrem Etat und mit insgesamt knapp 480 000 Euro - das sind 60 Prozent der Gesamtbaukosten.. Und so kam es, dass Vereinsvorsitzender Klaus Wiegmann zur offiziellen Übergabe des Fördermittelbescheides gestern Nachmittag gleich zwei Staatsekretäre am Seeufer begrüßen konnte. Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm lobte die bisherige Arbeit des Vereins, der es mit dem Kinder- und Jugendbereich bereits bis in das Sailing Team Germany schaffte. Und Staatssekretärin Andrea Fischer aus dem Sozialministerium erklärte: "Hier entsteht das Herzstück des inklusiven Segelns in der Lausitz. Ihr Verein ist einer, der Inklusion bereits lebt."

Das neue Vereinsgebäude am Geierswalder See wird vollständig barrierefrei sein und auf 900 Quadratmetern Boots-, Funktions- und Aufenthaltsräume für optimale Trainingsbedingungen schaffen. Es soll Mitte 2019 fertig sein. "Dieses Bauvorhaben ist ein Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte", erklärte WSLS-Vorsitzender Klaus Wiegmann. Mehr als ein Drittel der Baukosten stellt der Verein aus Beiträgen, Spenden, Sponsoring und durch Eigenleistung seiner über 200 Mitglieder zur Verfügung.

Elsterheide-Bürgermeister Dietmar Koark bezeichnete dieses neue Großprojekt am Geierswalder See als "eine Gemeinschaftsaufgabe". Er kündigte an, dass die Kommune die notwendige Infrastruktur schaffen werde.