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| 02:46 Uhr

Neuer Haltepunkt entsteht in Pulsnitz-Süd

Im Süden von Pulsnitz entsteht gegenwärtig ein neuer Bahnhaltepunkt.
Im Süden von Pulsnitz entsteht gegenwärtig ein neuer Bahnhaltepunkt. FOTO: Uwe Menschner
Pulsnitz. Seit geraumer Zeit ist der Bau angekündigt, jetzt hat er begonnen: Pulsnitz-Süd bekommt einen neuen Bahnhaltepunkt. Der Bau eines neuen Bahnhaltepunktes an der Strecke zwischen Kamenz und Dresden in Pulsnitz-Süd hat begonnen. Uwe Menschner

Noch bis Ende der kommenden Woche kündigt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) aufgrund der Arbeiten Schienenersatzverkehr zwischen Radeberg und Pulsnitz an.

Die Einweihung des neuen Haltepunktes mit dem "Jungfernhalt" soll am Wochenende des Pulsnitzer Pfefferkuchenmarktes (6. bis 8. November) stattfinden, wobei der genaue Zeitpunkt noch nicht feststeht und auch noch eine generelle Verschiebung möglich ist.

Zum Pfefferkuchenmarkt selbst bietet die Sächsische Städtebahn am Sonntag, dem 8. November, jeweils vier Zusatzfahrten in beide Richtungen (also nach Dresden beziehungsweise Kamenz) an. Im dazugehörenden Ergänzungsfahrplan ist der Haltepunkt Pulsnitz-Süd noch nicht berücksichtigt.

Mit dem Bau des neuen Haltepunktes geht ein seit Langem gehegter Wunsch der Stadt Pulsnitz in Erfüllung, der auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) verankert ist.

Der einfache Bahnsteig wird eine Länge von 140 Metern haben und barrierefrei von der Dresdener Straße aus erreichbar sein. Die von der Deutschen Bahn getragenen Kosten belaufen sich nach deren Angaben auf zirka 600 000 Euro.

Der Bau eines zweiten Zuganges aus Richtung des Bahnübergangs August-Bebel-Straße wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft, wobei die ersten Ergebnisse laut Dieter Scheffler, Leiter des Fachdienstes Technik in der Stadtverwaltung, besagen, dass diese zweite Anbindung "sinnvoll und wirtschaftlich nachvollziehbar" ist.

Bürgermeister Peter Graff (FDP) freut sich über die bald verbesserten Möglichkeiten für viele Pulsnitzer Bürger, insbesondere aus den westlichen und südlichen Stadtteilen, zum Zug zu gelangen. Für den Weg zum Bahnhof müssten die Reiselustigen eine Entfernung bis zu drei Kilometer unter die Füße nehmen.

Die Einrichtung des neuen Haltepunktes in Pulsnitz-Süd ist nur eine von zahlreichen Investitionen der vergangenen Jahre an der Bahnstrecke zwischen Dresden und Kamenz, die beim Verkehrsverbund Oberelbe als "Erfolgsmodell" gilt. Etwa 3500 Reisende nutzen täglich die Verbindung, die damit zu den "stärksten" im Dieselnetz des Verkehrsverbundes Oberelbe zählt.

Einen erheblichen Schub brachte die Eröffnung der "Arnsdorfer Kurve" im Jahre 2009, die die Fahrtzeit um etwa zehn Minuten verkürzte.

Weitere Investitionen dienten der Erhöhung der Reisegeschwindigkeit auf bis zu 120 Kilometer pro Stunde sowie der Errichtung von Parkmöglichkeiten, so zum Beispiel in Großröhrsdorf.