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| 14:20 Uhr

Hoyerswerda
Neuer Blickfang für die Energiefabrik

Der Dresdner Architekt Lür Meyer-Bassin stellt das neue Konzept für die Beschilderung und Bewerbung der Energiefabrik Knappenrode vor. Im Zentrum ist ein großes, drei Meter hohes E.
Der Dresdner Architekt Lür Meyer-Bassin stellt das neue Konzept für die Beschilderung und Bewerbung der Energiefabrik Knappenrode vor. Im Zentrum ist ein großes, drei Meter hohes E. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Der Dresdner Architekt Meyer-Bassin stellt die mögliche neue Beschilderung für den Weg nach Knappenrode vor. Von Sascha Klein

Die Energiefabrik Knappenrode gehört zu Hoyerswerda wie das Schloss, die Lausitzhalle und das Centrum-Warenhaus. Doch gegenüber den drei Letztgenannten hat die Energiefabrik einen Nachteil: Sie liegt weit außerhalb der Stadt und ist für Auswärtige schwer zu finden. Deshalb will die Stadtverwaltung nun für eine bessere Beschilderung der Energiefabrik und damit für Knappenrode sorgen.

Der Architekt Lür Meyer-Bassin von Meyer-Bassin & Partner und die Grafikerin Katharina Balzer vom Grafikbüro Unverblümt, beide aus Dresden, haben nun eine Variante entwickelt, wie die Energiefabrik künftig besser zu finden sein könnte. Das Ergebnis: Architekt und Grafikerin orientieren sich an Farbe und Schriftbild der Energiefabrik – und bringen als Blickfang ein großes, orangefarbenes E ins Spiel. Dieses E – drei Meter hoch und 80 Zentimeter breit – ist stehend oder liegend sowohl als Blickfang, Hinweisschild, Sitzgelegenheit und Fahrradständer denkbar. Lür Meyer-Bassin hat diese Idee kürzlich den Hoyerswerdaer Stadträten im Technischen Ausschuss vorgestellt. Das E ist als Betonfertigteil gedacht.

Wie Meyer-Bassin betont, brauche die Energiefabrik zunächst eine sinnvolle Hinleitung von der B 96 in Maukendorf bis zur Fabrik selbst. Denn: An der B 96 gibt es zwar den großen Förderturm, der auf das Industriemuseum hinweist. Doch auch der sei kein absoluter Garant dafür, dass Auto- und Radfahrer den Abzweig auch finden. Also könnte an der Kreuzung in Maukendorf Richtung Knappenrode ein erstes E platziert werden. Auch auf dem Radweg an der Kreisstraße in den Ort hinein könnte ein E sichtbar machen, wie weit es noch nach Knappenrode ist – als Hinweis und Ansporn. Ebenso denkbar sei, im Ort vorhandene Hinweis- und Infotafeln zu vereinheitlichen und allem ein Design zu geben. Selbst bei der Gestaltung des August-Bebel-Platzes in Knappenrode kann sich Meyer-Bassin vorstellen, das E als Sitzgelegenheit einzubauen. Das Modell sei auch auf andere Zufahrtsstraßen erweiterbar, so der Architekt. Allerdings wäre solch ein Leitsystem nicht ganz billig. Erste Kostenschätzung: etwa 200 000 Euro.