(skl) Was es heißt, zentimetergenau zu fahren, wissen die Mitglieder der Feuerwehr Lauta Dorf nur zu gut. Denn bei jedem Einsatz stellt sich ihnen das immer gleiche Problem. Bevor sie zur Unfallstelle oder zum Brandort jagen, muss erst ihr Fahrzeug aus dem Depot an der Dorfaue kommen. Das ist mitunter gar nicht so einfach. Denn: Die Tore des alten Depots sind für Fahrzeuge neueren Datums nicht ausgelegt. Deshalb lässt die Stadtverwaltung Lauta jetzt nachrüsten.

Rückblick: Im Juni 2017 ist die Freude in Lauta Dorf riesig gewesen. Nach etlichen Jahren des Wartens haben die Feuerwehrleute endlich ihren alten LO aus dem Jahr 1976 in Rente schicken können. Bis dahin ist die Dorf-Feuerwehr mit diesem Vehikel ausgerückt. Allerdings: Die Hoyerswerdaer Leitstelle hatte Lauta Dorf immer seltener alarmiert, weil der alte LO immer wartungsintensiver geworden ist.

Als dann endlich das neue Gefährt, ein Feuerwehrtragkraftspritzenfahrzeug TSF-W, vor dem Feuerwehrdepot steht, wird schnell klar: Da müssen jeweils Experten ans Werk. Denn um das Fahrzeug ins Depot und wieder hinaus zu bekommen, bleiben dem Fahrer links und rechts nur wenige Zentimeter Platz. Das bedeutet: Bevor die Feuerwehr überhaupt zum Einsatz kommt, steht die erste Bewährungsprobe bereits auf den ersten Metern an.

Jetzt macht die Stadtverwaltung Lauta Nägel mit Köpfen. Wie Sylvia Drescher aus dem Lautaer Bauamt betont, werden bei der Dorf-Feuerwehr die Tore verändert. Im Detail bedeutet das: In der Mitte wird ein modernes Rolltor eingebaut, links und rechts kleinere Tore. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, hat auch die zuständige Behörde des Landkreises grünes Licht geben müssen. Der Fördermittelantrag sei gestellt, einige Unterlagen müssten noch nachgereicht werden. Sylvia Drescher ist jedoch sicher, dass die Förderung in Höhe von 80 Prozent über das Programm Integrierte Ländliche Entwicklung gewährt wird. Das Projekt kostet insgesamt 33 500 Euro. Soweit der Fördermittelgeber grünes Licht gibt, soll der Bau losgehen. Ziel ist: Im Herbst können die Feuerwehrleute dann einfacher als bisher ausrücken.