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Neue Parkplätze für die Altstadt

Auf dem Neumarkt an der Luxemburg-Straße parken auch heute schon viele Pkw am Straßenrand. Hier soll ein Parkplatz neu gebaut werden.
Auf dem Neumarkt an der Luxemburg-Straße parken auch heute schon viele Pkw am Straßenrand. Hier soll ein Parkplatz neu gebaut werden. FOTO: Würz
Hoyerswerda. Stadtplaner und Kommunalentwickler – und nicht zuletzt auch viele Bürger - sehen in Hoyerswerdas innerer Altstadt erheblichen Bedarf, weitere Parkplätze zu schaffen. Im Rahmen des Fördergebietes "Zentrenbereich – Altstadt Hoyerswerda" will die Stadt da nun auch was tun: An vier Bereichen im Kerngebiet sollen mittelfristig insgesamt etwa 100 Stellplätze mit Fördergeld neu entstehen. Catrin Würz

Durch Bebauungen und Lückenschließungen sind in Hoyerswerdas Altstadt in den vergangenen Jahren etwa 300 Parkplätze auf freien, teils brach liegenden Flächen weggefallen, während die Altstadt im Gegenzug aber zunehmend größere Funktionen für Wohnen, Kultur, Verwaltung und Dienstleistungen ausfüllt. Diese Situation hat das Dresdner Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme (IVAS) in seiner Studie zum ruhenden Verkehr in Hoyerswerda analysiert. Zwar seien an der Zoowiese auch rund 120 neue Parkplätze hinzugegekommen. Doch nach eingehenden Analysen und Berechnungen gehen die Experten von einem theoretisch berechneten Parkplatz-Defizit von etwa 150 Stellplätzen aus - insbesondere für Anwohner und Beschäftigte. Diese Zahl nannte Martin Schüffler vom Büro IVAS kürzlich vor den Hoyerswerdaer Stadträten.

Zwar sahen die Kommunalpolitiker das Konzept letztlich als noch nicht ausgereift und kritisierten insbesondere die Vorstellungen der Planer, die Einkaufsmeilen wie die Friedrichstraße, Kirchstraße und Spremberger Straße aufzuwerten, indem die Kurzzeitparkplätze vor den Geschäften wegfallen. "Diese Ideen gehen am realen Leben vorbei", sagte zum Beispiel SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Blazejczyk.

Vier Projekte aus dem Konzept sollen aber dennoch möglichst bis zum Jahr 2018 umgesetzt werden:

Bau eines Parkplatzes am Neumarkt: Im Bereich der Rosa-Luxemburg-Straße/Senftenberger Vorstadt hat das Dresdner Büro IVAS den Bau eines zweigeschossigen Parkdecks mit 84 Stellplätzen vorgeschlagen. Da dies an jener Stelle aber doch überdimensioniert erscheint, soll nun ein ebenerdiger Parkplatz mit halb so vielen Stellplätzen gestaltet werden. Dafür werden die Fahrbahnflächen reduziert. Der Neumarkt wird schon heute von vielen Langzeitparkern, insbesondere Mitarbeitern aus dem Kernstadtbereich genutzt.

Erweiterung Parkplatz am Bleichgässchen: Die derzeit hier vorhandenen Stellplätze sollen laut Konzept geordnet und erweitert werden, wobei auch der baufällige Garagenkomplex beseitigt werden soll. Dadurch können 30 zusätzliche Stellflächen in Zentrumsnähe geschaffen werden. Mit den privaten Eigentümern der Flächen und der alten Garagen führt die Stadt bereits Gespräche zum Erwerb.

Parkplatz am Pforzheimer Platz: Geplant ist der grundhafte Ausbau der bestehenden Parkflächen. Damit soll die jetzt eher "chaotische" Nutzung optimiert werden. Grob geschätzt hat der Platz Kapazitäten für 105 Pkw- und zwei Reisebus-Stellplätze.

Erweiterung der Stellflächen am Neuen Rathaus: Auf schon in städtischem Besitz befindlichen Flächen direkt hinter dem Polizeirevier sollen 40 neue Stellplätze gebaut werden. Ein Gestaltungsvorschlag sieht vor, dass die Einfahrt auf diesen Parkplatz im Bereich des Wohnparkes "Kaiser Wilhelm" abbiegend auf eine neue Erschließungsstraße erfolgen könnte. Die Ausfahrt ist dann über das Neue Rathaus möglich.