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| 02:39 Uhr

Neue Parkplätze für die Altstadt im Visier

FOTO: Germano Poli (94993095)
Hoyerswerda. Die Stadt Hoyerswerda will schrittweise mehr Parkplätze im Zentrumsbereich der Altstadt schaffen, einige aber auch kassieren. Das Thema wird bereits seit dem vergangenen Jahr im Rathaus heiß diskutiert. Catrin Würz

Nun ist vom Stadtrat jüngst ein Konzept beschlossen worden, das die Richtung weisen soll. Das Dresdener Ingenieurbüro IVAS unterbreitet der Stadt darin einige Vorschläge, um das Parken in der Innenstadt zukünftig zu vereinfachen.

Doch um auch für Fußgänger und Radfahrer insgesamt mehr Verkehrssicherheit zu gewährleisten, müssen bisherige Gepflogenheiten beim straßenbegleitenden Parken in Zukunft teils eingeschränkt werden. Das betrifft zum Beispiel die Mittelstraße und die südliche Spremberger Straße. Dort wird ein Parkverbot empfohlen, damit Fußgänger den ohnehin schon schmalen Gehweg künftig vollständig nutzen können. Veränderungen sind auch für den nördlichen Bereich der Friedrichsstraße geplant. Für diesen Abschnitt soll geprüft werden, ob die Einbahnstraße für Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung geöffnet werden kann. "Dazu müssten dann allerdings die Parkplätze auf der westlichen Straßenseite im Bereich zwischen der Commerzbank und der Post entfallen. Die Parkbuchten auf der rechten Straßenseite bleiben natürlich erhalten", erklärt Bau-Fachbereichsleiter Dietmar Wolf die Überlegungen. Die Streichung der Parkplätze linksseitig sei nötig, damit sich ein Bus und ein Fahrrad unbeschadet begegnen könnten.

Städtebaulich aufgewertet werden soll mit Hilfe von Fördermitteln der Bereich der Kirchstraße - auch das wird wohl noch einige Parkmöglichkeiten reduzieren. Aber es werden auch neue Parkplätze im Nahbereich geschaffen: Auf dem Markt sind vor dem Kaufhaus "Zeemann" zehn neue Pkw-Stellplätze vorgesehen, die von Bäumen eingefasst werden.

Neue Parkplätze werden am Bleichgässchen entstehen. Dort ist der Abriss der baufälligen Garagen geplant - nach der Neuordnung des Geländes werden hier 30 zentrumsnahe Stellflächen zusätzlich vorhanden sein.

Ein ähnliches Plus wird nach der Umgestaltung des Neumarktes zu verzeichnen sein. Auf diesem Areal wird die Straßenführung der Rosa-Luxemburg-Straße neu geordnet. Dadurch wird Platz, um eine Parkfläche mit 41 Stellplätzen zu schaffen. Mit etwa 250 Metern Entfernung bis zum Markt gilt diese Parkfläche als zentrumsnah.

Im Fokus des Konzeptes steht auch noch der Pforzheimer Platz. Hier könnte durch den grundhaften Ausbau der bestehenden Parkflächen die bisher "chaotische" Nutzung optimiert werden. Grob geschätzt könnten 105 Pkw-Stellplätze verfestigt werden, so sieht es das Konzept vor - mit Optionen für eine Erweiterung durch ein Parkdeck. Denkbar wäre auch der Bau eines neuen Parkplatzes auf einer Fläche hinter dem Polizeirevier.

Wiegt man die genannten wegfallenden Parkplätze im straßenbegleitenden Raum gegen die Neuschaffung auf, so bleibt letztlich ein Plus bestehen: Knapp 60 Stellflächen mehr würden im nahen Zentrumsbereich zwischen Bleichgässchen und Neumarkt zu Buche schlagen. Dietmar Wolf kündigt an, dass der Wegfall von Parkflächen erst greifen soll, wenn der Parkplatzneubau realisiert ist.