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| 14:18 Uhr

Zerre
Freie Fahrt auf der Kuhbrücke in Zerre

 Anstoßen auf die neue Kuhbrücke: Manfred Heine als ehrenamtlicher Bürgermeister stößt sowohl mit Birgit Weber vom Landkreis, dem Bauamtsleiter Frank Fichtner, Ortsvorsteher Werner Reeb und den Planern und Bauausführenden auf das neue Brückenbauwerk an.
Anstoßen auf die neue Kuhbrücke: Manfred Heine als ehrenamtlicher Bürgermeister stößt sowohl mit Birgit Weber vom Landkreis, dem Bauamtsleiter Frank Fichtner, Ortsvorsteher Werner Reeb und den Planern und Bauausführenden auf das neue Brückenbauwerk an. FOTO: Anja Guhlan
Zerre. Die Gemeinde Spreetal hat den Ersatzneubau fertiggestellt. Mit dem symbolischen Banddurchschnitt ist die Brücke über die Große Spree nun offiziell wieder freigegeben.

An dem im Volksmund Kuhbrücke genannten Bauwerk in Zerre über der Großen Spree haben sich am Freitagnachmittag rund 50 Bürger versammelt. Der Grund: die offizielle Brückeneinweihung.

Dem Banddurchschnitt durch Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) und Birgit Weber als Abgeordente des Landkreises folgt der Praxistest: Ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Zerre sowie einige Traktoren der naheglegenen landwirtschaftlichen Betriebe überqueren die Brücke, die auf eine Belastung von 30 Tonnen ausgelegt ist. Sie hält.

Nach gut einem Jahr Bauzeit ragt nun die neue Brücke mit einer Gesamtlänge von 56,80 Metern über der Großen Spree. Ihre Gesamtbreite beträgt vier Meter. Die Fahrbahnbreite ist dreieinhalb Meter breit. Die bauausführende Firma Richard Schulz aus Schwarzheide hat rund 500 Kubikmeter Beton und 145 Tonnen Stahl verbaut. Geplant wurde das Vorhaben vom Ingenieurbüro Konzecko aus Spremberg.

Das neue Bauwerk ersetzt eine alte Stahlbetonbrücke, die über Jahrzehnte mit ihren Pfeilern in der Großen Spree stand, der Strömung und dem Treibgut ausgesetzt war.   Heine erinnert, dass die Gemeinde bereits im Jahr 2010 eine neue Brücke an Ort und Stelle errichten wollte, aber der Antrag wurde nicht positiv beschieden. Erst als das Hochwasser im Jahr 2013 die Brücke so stark beschädigt hatte, wagte man erneut eine Antragstellung. Zum Schutz setzte die Gemeinde die Tonnage auf 3,5 Tonnen herab. Während des Anspülens von Treibgut, hauptsächlich in den Herbstmonaten, musste die Brücke teilweise sogar komplett gesperrt werden. Das brachte vor allem Probleme für die Landwirtschaft, die Rettungskräfte und beim Erreichen der Windanlagen auf der Deponie Zerre mit sich. Auch die touristische Nutzung musste teilweise ganz ausgesetzt werden. Mithilfe des Landkreises schaffte es die Gemeinde, den im Jahr 2015 eingereichten Antrag für den Ersatzneubau der Brücke über das Förderprogramm „Richtlinie Hochwasser 2013“ einzureichen. Diesem wurde schließlich stattgegeben und eine 100-prozentige Förderung erfolgte aus dem Ausbauhilfefonds 2013 für die Hochwasserschäden. 1,32 Millionen Euro Fördergeld wurden zur Verfügung gestellt.

Birgit Weber vom Landkreis verdeutlicht, dass das Hochwasser 2013 enorme Schäden verursacht hat. „Rund 80 Millionen Euro hat man für  Schäden bei rund 400 Maßnahmen investiert zum Wiederaufbau, der jetzt langsam abgeschlossen ist“, erläutert sie. Sie regte ein jährliches Brückenfest – unter anderem mithilfe der Kulturgruppe Zerre – an.

Damit die Brücke Hochwassern standhält, war das Bauwerk so zu verlegen, dass der Wasserspiegel immer einen halben Meter unter der Brückenkonstruktion liegt. Und sie hat auch keine strömungshindernden Pfeiler in der Spree stehen.

 Anstoßen auf die neue Kuhbrücke: Manfred Heine als ehrenamtlicher Bürgermeister stößt sowohl mit Birgit Weber vom Landkreis, dem Bauamtsleiter Frank Fichtner, Ortsvorsteher Werner Reeb und den Planern und Bauausführenden auf das neue Brückenbauwerk an.
Anstoßen auf die neue Kuhbrücke: Manfred Heine als ehrenamtlicher Bürgermeister stößt sowohl mit Birgit Weber vom Landkreis, dem Bauamtsleiter Frank Fichtner, Ortsvorsteher Werner Reeb und den Planern und Bauausführenden auf das neue Brückenbauwerk an. FOTO: Anja Guhlan