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| 18:07 Uhr

Hoyerswerda
Neue Häuser für die Neustadt

Dies ist ein Beispielfoto der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda für eine kommende Stadtvilla im WK Ve.
Dies ist ein Beispielfoto der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda für eine kommende Stadtvilla im WK Ve. FOTO: Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda
Hoyerswerda. Von wegen Abriss: Im WK Ve soll eine komplett neue Wohnsiedlung entstehen. Von Sascha Klein

Jahrelang hat die Hoyerswerdaer Neustadt vor allem eines erlebt: Abriss, Abriss, Abriss. Und dort, wo einst Familien ihr Zuhause hatten oder Schulen standen, blieb jede Menge grüne Wiese zurück. Doch plötzlich erlebt die Hoyerswerdaer Neustadt eine Renaissance der Neubebauung. Auf einem Areal zwischen Albert-Schweitzer-Straße, Hufelandstraße und Ernst-Heim-Straße soll ein neues Quartier entstehen.

Der Stadtrat hat am Dienstagabend den Weg dafür frei gemacht. Ein kommunaler Investor und ein privater Investor wollen im Wohnkomplex Ve neuen Wohnraum schaffen. Laut Stadtverwaltung kann die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda auf dieser Fläche insgesamt vier Wohnhäuser mit je drei Geschossen errichten. Das bedeutet: Es könnten – wenn tatsächlich alle vier Häuser gebaut werden – 32 Wohneinheiten entstehen. Wie die Wohnungsgesellschaft am Mittwoch mitteilte, will sie zunächst ein Stadthaus errichten. „Unser Wunsch ist es, jungen Familien, Rückkehrern, sonstigen Zuzüglern aus dem Umland und Daheimgebliebenen ein neues, schönes Zuhause zu geben“, so Geschäftsführer Steffen Markgraf. Ziel ist, dieses Haus im Jahr 2019 hochzuziehen.

Ein weiteres Projekt schließt sich an der Heim-/Hufelandstraße an. Dort möchte die Hoyerswerdaer Firma „SÜBA Bauen und Wohnen LBU Lausitz GmbH“ einen Eigenheimstandort entwickeln. Laut Stadtverwaltung geht es darum, Baurecht für einen Standort mit 52 Bauparzellen für Einfamilien- oder Doppelhäuser und eine große Bauparzelle für vier Mehrfamilienhäuser zu schaffen. Für einen städtebaulichen Vorvertrag für dieses Projekt hat der Stadtrat ebenfalls grünes Licht gegeben. Die Abgeordneten wollen jedoch in den Vertrag verhandeln, dass innerhalb von fünf Jahren gebaut werden muss.

Auf dem Areal an der Hufeland- und Heim-Straße hatten einst die 5. Grundschule, die 4. Mittelschule und der Jugendclub „Der Laden“ gestanden. Sie sind zwischen 2004 und 2006 abgerissen worden. Zuletzt fiel auf dem Gelände im Jahr 2008 eine alte Turnhalle. Bislang lag das große Gelände brach.

Was jetzt passieren muss, damit auf diesem Areal gebaut werden kann: Die Stadtverwaltung muss einen Bebauungsplan erstellen. Zurzeit darf dort nicht gebaut werden, weil das Grundstück zu großen Teilen als Grünfläche deklariert ist. Die gesamte Fläche umfasst etwa 41 700 Quadratmeter. Laut Verwaltung werden etwa 33 200 Quadratmeter als Fläche für die Wohnnutzung festgesetzt. Das bedeutet: Maximal 13 300 Quadratmeter Fläche dürfen überbaut werden.

Das Projekt im WK Ve ist überhaupt möglich geworden, weil Stadtverwaltung und Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda zwei Grundstücke getauscht haben. Der Großvermieter erhält das Flurstück an der Hufeland-/Heim-Straße und zahlt der Stadt rund 288 000 Euro dafür. Im Gegenzug bekommt die Stadtverwaltung von der Wohnungsgesellschaft ein Grundstück an der Claus-von-Stauffenberg-Straße. Preis: 281 000 Euro. Dieses Areal braucht die Stadtverwaltung für die Zufahrt der neuen Oberschule im WK I. Sie wird von der Stauffenberg-Straße aus Richtung Rückseite des einstigen Zuse-Gymnasiums geführt.