ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:58 Uhr

Gemeinderatswahl 2019
Neue Gesichter in den Gemeinderäten

 Logo Wahlen 2019
Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Boxberg/Gablenz. In Boxberg wird nach einer anstrengenden Wahlnacht um 1.30 Uhr das Gemeindeamt zugeschlossen. Von Regina Weiß

(rw) Boxbergs Hauptamtsleiter Arian Leffs kann am Montagvormittag feststellen, dass der Wahltag zwar anstrengend gewesen, aber ohne große Vorkommnisse ordentlich verlaufen sei. Angesichts von vier Wahlen bis hin zu den Ort-
schaftsräten war auch in der Seegemeinde zu Stoßzeiten Schlangestehen angesagt. Bis zu 800 Umschläge im Briefwahlvorstand, „dass war für unsere Gemeinde in dieser Größenordnung doch schon etwas Neues“, spielt Leffs auf die Europawahl an. Diesbezüglich war Boxberg auch für Kreba-Neudorf mit zuständig gewesen. Nach der Europawahl wurden fleißig Gemeinde-, Ortschafts- und Kreisräte ausgezählt. „1.30 Uhr habe ich das Gemeindeamt zugeschlossen“, so Leffs.

Fast 70 Prozent der Wahlberechtigten haben an der Gemeinderatswahl teilgenommen. Sie haben dafür gesorgt, dass Räte aus Boxberg, Klitten, Reichwalde, Nochten, Mönau und Kaschel gewählt werden konnten. „Das ist doch eine gute Durchmischung für unsere Gemeinde“, findet der Hauptamtsleiter. Konkret bedeutet das: In den Rat ziehen ein Frank Müller, Michael Wünsche und Sarah Herz für die CDU, Claudius Urban, Mario Weier, Gunna Sock und Brigitte Zich für die Wähleververeinigung (WV) Boxberg; Jürgen Gruner, Robin Zieger, Frank Knobloch und Hans-Jörg Mudra für WV Uhyster Heimatverein; Horst Jannack und Denise Noack für die Linken; Armin Hoffmann für die WV Kringelsdorf sowie Thomas Vater und Thomas Stenzel für die Wählervereinigung Bürgernähe. Für die CDU bedeutet das ein Minus von 10,4 Prozent und zwei Sitze. Auch Sigrun Hajdamowicz muss verschmerzen, dass sie es nicht mehr für die CDU in den Rat schafft. „Ich trage es mit Fassung“, sagt sie. Gleichzeitig freut sie sich, dass es in ihrer Partei auch zwei junge, neue Gemeinderäte bei der Wahl geschafft haben.

Neu sind auch „Wir für Euch“ in der Gablenzer Ratsrunde. Aus dem Stand ziehen sie mit 716 Stimmen (26,9 Prozent) ein. „Ich freue mich für mich und unsere Truppe total“, so der Kromlauer Robert Paulik. Er tritt in die Fußstapfen von Vater Axel.

Apropos Vater. Mit Sandra Noack zieht die Tochter von Bürgermeister Dietmar Noack für die CDU in den Gemeinderat Gablenz ein. Sie gehört wie Mathias Mersiovsky zu den neuen Gemeinderäten im Apfeldorf. Für die CDU haben es außerdem Jürgen Noack, Dino Hoffmann, Peter Weszkalnys und Johannes Rackel geschafft. Dabei hat die Union einen Sitz weniger als bisher. Gar nicht mehr dabei ist die SPD und damit Uwe Horbaschk. „Das ist Demokratie“, stellt der Gablenzer fest. Das Parteikürzel und damit die große Politik habe bis in den Gemeinderat hinein Folgen gezeigt, muss Horbaschk schon etwas enttäuscht feststellen. Er werde sich nun wieder verstärkt im Sportverein engagieren, sagt er der RUNDSCHAU. Der Gablenzer Rat wird durch Frank Hoffmann sowie Karin Krahl (Unabhängige Wählervereinigung für Gablenz/Kromlau) und Sonja Petow (Die Linke) komplettiert. Auch Die Linke büßt mit acht Prozent der Stimmen (vor fünf Jahren 14,9 Prozent) einen Sitz ein.

Alle Ergebnisse zur Besetzung der Räte gelten als vorläufig, so lange sie nicht durch die Wahlausschüsse geprüft worden sind. Für Gablenz und Bad Muskau erfolgt das beispielsweise am Montagabend.