ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:06 Uhr

Neue Fenster für Abrissblock?

Senftenberg.. Als Klaus Ebeling am vergangenen Donnerstag aus dem Fenster seiner Wohnung in der Senftenberger Wehrstraße schaute, traute er seinen Augen kaum. In dem Wohnblock mit den Eingängen 13 bis 21, der für den Abriss vorgesehen ist, machte sich eine Baufirma daran, neue Fenster einzubauen.


Klaus Ebeling, der in der Nummer 19 wohnt, dachte zunächst an einen schlechten Scherz. Aber die Bauleute gingen emsig ans Werk. Nach dem Ausbau der alten maroden Fenster setzten sie die neuen ein. Und das in einen Wohnblock, der seit Monaten auf der Abriss-Liste der Kommunalen Wohnungsgesellschaft (KWG) steht und dank Umzugsmanager systematisch freigezogen wird. Nach einem Anruf der in Alarmbereitschaft versetzten Mieter wurden die Arbeiten sofort gestoppt.
Matthias Braunwarth, Geschäftsführer der KWG, klärte gegenüber der RUNDSCHAU die merkwürdige Fenster-Geschichte auf: Die betroffene Baufirma habe sich im Eingang geirrt. Die Fenster sollten im Eingang Nummer 14 im gegenüberliegenden Haus ausgewechselt werden. So lautete der Auftrag. Die Fensterbauer landeten aber schließlich im Eingang 17 des Abriss-Blocks.
Die Kosten für diesen Irrtum übernimmt die verursachende Firma, beruhigt Matthias Braunwarth die verunsicherten Mieter. Er bedankt sich im Namen der Geschäftsführung bei den aufmerksamen Bewohnern, die den Fenster-Wechsel rechtzeitig stoppten. Er versichert, dass es auch künftig keine Investitionen in die Abriss-Kandidaten der KWG geben werde. Der Block in der Wehrstraße fällt voraussichtlich im Herbst 2006. (ab)