Aus diesem Anlass ist ein Wegweiser zu Stätten der Reformation in der Oberlausitz, Nordböhmens und Niederschlesiens erschienen. Die Autoren Lars-Arne Dannenberg und Matthias Donath, beide Mitglieder der Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften, begeben sich auf die Spuren Martin Luthers in Ostsachsen und den angrenzenden Gebieten. Zwar, so wissen die Historiker, war Luther nie persönlich in der Oberlausitz, Böhmen und Schlesien. "Aber die geistige Bewegung, die der Reformator auslöste, hat diese Länder sehr geprägt", heißt es in der Broschüre.

So werden Sehenswürdigkeiten präsentiert, die mit den Ereignissen des Jahres 1517 zu tun haben. In der nördlichen Oberlausitz gehört beispielsweise das Neißedörfchen Podrosche dazu. Oder besser dessen Grenzkirche. Das Gotteshaus, so schreiben die Autoren, habe den evangelischen Schlesiern im ansonsten katholisch gebliebenen Land eine spirituelle Heimat gegeben. Die Kirche "hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die evangelische Religion in Schlesien nicht erlosch". Weitere bedeutende Stätten sind unter anderem das Heilige Grab und die Peterskirche in Görlitz, Dom und Michaeliskirche in Bautzen sowie der Andreasbrunnen in Kamenz.

Die insgesamt 56-seitige Broschüre ist in diversen Museen und Tourist-Informationen der Region kostenlos zu haben.