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| 17:37 Uhr

Hoyerswerda
Ein neuer Kokon für Familien

Im April 2019 wollen die Lebensräume Hoyerswerda mit ihrem Neubau an der Heinrich-Mann-Straße beginnen. Ziel ist, im Juni 2020 fertig zu sein. Der Bauantrag soll dieser Tage eingereicht werden, sagt Vorstandsvorsitzender Axel Fietzek.
Im April 2019 wollen die Lebensräume Hoyerswerda mit ihrem Neubau an der Heinrich-Mann-Straße beginnen. Ziel ist, im Juni 2020 fertig zu sein. Der Bauantrag soll dieser Tage eingereicht werden, sagt Vorstandsvorsitzender Axel Fietzek. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Die Lebensräume Hoyerswerda planen den nächsten Neubau in der Neustadt – direkt neben dem neuen Großprojekt der AWO. Von Sascha Klein

Der Großvermieter Lebensräume will mit seinem neuen Projekt „Cocoon Living“ im kommenden Jahr nichts mehr werden als zu einem Überflieger für den Wohnungsmarkt in der Stadt. Dafür braucht es ein passendes Symbol. Vorstandsvorsitzender Axel Fietzek hat sich den Segelfalter ausgesucht. Dieser Schmetterling kann nicht nur fast ohne Flügelschlag fliegen, sondern steht darüber hinaus für Natur, Schönheit und Effizienz.

Auch aus einem anderen Grund passt der Schmetterling für Fietzek hervorragend zum neuen Vier-Millionen-Euro-Vorhaben der Lebensräume in der Neustadt. Der Segelfalter ist einst aus einem Kokon geschlüpft – also aus einer schützenden Hülle. Diese schützende Hülle soll vor allem für Familien auch das Hoyerswerdaer Haus der Zukunft sein, das ab April 2019 zwischen der Heinrich-Mann-Straße und der Erich-Weinert-Straße gebaut wird. Nur der Name ist noch gewöhnungsbedürftig: „Cocoon Living“ – also das Leben in einer Art beschützendem Kokon.

Die Idee hinter dem Projekt: Die Lebensräume wollen einerseits neuen und hochwertigen Wohnraum in der Neustadt schaffen. Aus ihrer Sicht ist der Markt dafür da. Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen zum Basispreis von 500 bis 1000 Euro Miete monatlich seien in Hoyerswerda vertretbar, sagt Fietzek. Das Haus, das in direkter Nachbarschaft zum Kiefernhaag und zum geplanten Pflegeheim der AWO entsteht, soll andererseits auch den neuesten technischen Ansprüchen genügen. Fietzek nennt das „smart home ready“. Das bedeutet: Wer seine elektrischen Geräte nicht nur vor Ort, sondern auch mit seinem Mobiltelefon von allen Orten der Welt aus steuern will, soll das tun können. Highspeed-Internet sei bei vielen jungen Familien schon Grundvoraussetzung. Doch die Lebensräume wollen mehr. Sie wollen dem Mieter ein Gesamtpaket bieten – mit „smart home“, mit modernen Schnitten, mit Fußbodenheizung und erstmals auch vorhandener Klimaanlage. Das sei ein Novum beim Mietwohnungsbau in Hoyerswerda, sagt der Vorstandsvorsitzende und erinnert an den heißen Sommer dieses Jahres.

Zudem gehöre zu jedem Projekt auch eine Geschichte drumherum, so Fietzek. Da kommen nun wieder der Schmetterling und der Kokon ins Spiel. Die beiden Wohngebäude mit insgesamt 18 Wohnungen, davon einem Penthouse, sollen ein für sich abgegrenzter Komplex werden, in dem die vier Erdgeschoss-Wohnungen (jeweils 4-Raum) Mietergärten bekommen und jeder der 18 Wohnungen eine Garage zur Verfügung steht. Erreichbar wird das Ensemble nur über die schmale Heinrich-Mann-Straße, nicht über die große Erich-Weinert-Straße. Von der soll es weitestgehend abgeschirmt sein. Das Grundstück ist wie eine Art Kokon aufgebaut, in den die Häuser eingebettet sind – so die Idee.

Der Standort ist für Fietzek ideal: Kindergarten und Lindenschule fast vor der Tür, das Treff-8-Center, das Klinikum und der Freizeitkomplex Ost in der Nachbarschaft sowie zehn Minuten Fußweg bis zum Lausitz-Center. Die Lebensräume wollen mit diesem Projekt auch außerhalb der Stadtgrenzen wahrgenommen werden. Nicht erst, seit Batteriehersteller Accumotive in Kamenz investiert, schielen beide Hoyerswerdaer Großvermieter nach Familien, die bei passenden Angeboten nach Hoyerswerda ziehen. „Cocoon Living“ soll zeigen, was an Wohnungsbau in Hoyerswerda möglich ist. Falls sich die Wohnungen schnell vermieten lassen, kann sich Fietzek auch einen zweiten Bau dieser Art vorstellen.