| 14:57 Uhr

Oberlausitz
Neschwitzer Schlosspark ist wieder besucherfein

Der Brunnen im Neschwitzer Park ist wieder saniert.
Der Brunnen im Neschwitzer Park ist wieder saniert. FOTO: Uwe Menschner
Neschwitz. Die Hochwasserschäden im beliebten Ausflugsziel sind weitgehend beseitigt. Auch die Brunnen können wieder sprudeln. Sie sind aber bereits winterfest gemacht. Von Uwe Menschner

Der Neschwitzer Schlosspark, eines der beliebtesten Ausflugsziele zwischen Bautzen und Hoyerswerda, ist in den vergangenen Jahren wiederholt von schweren Hochwassern getroffen worden. 2013 wurde die Anlage schwer beschädigt. Der Wiederaufbau hat sich länger hingezogen, Doch jetzt sin die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. „Derzeit wird noch einer der Kanäle am Schloss gesäubert, außerdem müssen wir noch einen Weg fertigstellen. Dann ist alles abgearbeitet“, erklärt Katrin Ullrich, die Bauamtsleiterin der Gemeinde Neschwitz.

Am deutlichsten sichtbar wird dies an den drei historischen Brunnen, die nach der Restaurierung nun wieder in alter Pracht erstrahlen und auch schon Wasser gespendet haben. Dies allerdings nur kurz: „Aufgrund der schlechten Wetterprognose haben wir uns dazu entschlossen, die Brunnen in die Winterruhe zu schicken“, so die Amtsleiterin. Die Becken werden gesäubert und die Figuren eingehaust. „Ab Ostern sprudeln sie wieder“, versichert Katrin Ullrich. Die Sanierung hatte länger gedauert, als ursprünglich geplant: „Als problematisch stellte sich die Reinigung der Brunnenfiguren dar. Beim ersten Versuch wurde festgestellt, dass die Verkrustungen wegen des eisenhaltigen Brunnenwassers nicht gelöst werden können. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde die Reinigung daher mit Oxalsäure durchgeführt, was ein höherer Aufwand ist“, erklärt Bürgermeister Gerd Schuster (CDU). Nach der Reinigung sei ein größeres Ausmaß an Schäden an der Oberfläche der Figuren zu erkennen gewesen, als erwartet. Hohlliegende Bereiche mussten verfüllt, Haarrisse geschlossen und die Oberflächen gefestigt werden. Ein Kunstbildhauer modellierte die fehlenden Teile und ergänzte die Figuren. Im Anschluss mussten die Figuren nochmals mit Oxalsäure nachbehandelt werden. Zwischenzeitlich sah sich der Bürgermeister dazu veranlasst, darauf hinzuweisen, dass „die Brunnen keine Sportgeräte für Menschen oder Hunde“ seien. Auch Verstopfungen in den Abflüssen könnten durch etwas mehr Achtsamkeit vermieden werden.

Parallel zu den Brunnen sind die Wege im Schlosspark grundhaft saniert worden. Auch die Sedimente im Schwanenteich und in den Kanälen um das Schloss wurden beräumt. Bereits zuvor waren zwei vom Hochwasser beschädigte Fußgängerbrücken auf dem Parkgelände erneuert worden.