Zum zehnten Mal veranstalteten der Naturschutzbund und der Landesbund für Vogelschutz die bundesweite Zählaktion „Stunde der Wintervögel“. Die Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda, deren Träger das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen ist, nahm auch daran teil. Am Freitag verteilte Farmmitarbeiter Bernd Latta an etwa 20 Kinder und einige erwachsene Helfer Ferngläser, Beobachtungsbögen und Stifte. Amseln, Eichelhäher und alle anderen Vögel, die binnen einer Stunde am Boden und in der Luft auftauchen, sind zu erkennen und zu registrieren, lautete seine Anweisung. Die vielen Zehntausend Vogelfreunde in Deutschland erheben so jährlich repräsentative Daten über die Verbreitung und schleichende Veränderungen bei heimischen Vogelarten sowie bei Populationen, die aus kälteren Regionen hier überwintern. Bernd Latta rechnet 2020 mit eher wenig gezählten Vögeln, weil diese in dem milden Januar auch in Feld und Wald Nahrung finden. Dennoch sollen die Menschen füttern, damit die Tiere bei einem Frosteinbruch wissen, wo sie Futter bekommen, erfuhren die Farmkinder und ihre jungen Gäste vom Kinderhaus am Zoo. Der Bundesfreiwilligendienstler der Kinder- und Jugendfarm Fabian-Karl Schulze stellte die Turteltaube als Vogel des Jahres vor. Dann verteilten sich die Vogelzähler auf dem Farmgelände, um dieses auf der Koppel, am Stall sowie am Garten genau zu beobachten. „Einen Sperling, eine Haustaube und eine Elster haben wir gesehen“, so Farmkind Luise.