Das „Zootier des Jahres 2021“ lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in Hoyerswerda – das Krokodil. Es steht in diesem Jahr im Zentrum der Kampagne der Zoologischen Gesellschaft für Alten- und Populationsschutz (ZGAP). Bei der diesjährigen Kampagne sollen mit gesammelten Geldern vorrangig drei Projekte unterstützt werden, die sich um den Erhalt der Kuba-, Siam- und Philippinenkrokodile kümmern, teilt die ZGAP mit.

Kuba-Krokodile gibt es seit 1986 im Zoo Hoyerswerda

Mit Kuba-Krokodilen kennen sich die Mitarbeiter im Zoo Hoyerswerda besonders gut aus. Denn: Mit Jaco und Primos leben seit 1986 zwei dieser Vertreter im Tropenhaus. Sie kamen einst vom Staatszirkus der DDR nach Hoyerswerda. Beide sind für die weltweite Zucht sehr wertvoll. Es wird vermutet, dass sie artreine und keine hybriden Kubakrodile sind, teilt Zoo-Sprecherin Stefanie Jürß mit.
Zweimal haben die Hoyerswerdaer bereits erfolgreich Kuba-Krokodile gezüchtet: 2013 und 2018. In beiden Fällen hatte das einerseits für großen Besucherandrang gesorgt, andererseits interessierte sich auch die Fachwelt sehr für die Krokos aus der Lausitz. Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Naturschutz-Initiative „Zootier des Jahres“ in diesem Jahr in Höhe von 1500 Euro.
Unter anderem fließen Spendengelder in diesem Jahr in die bessere Erforschung und kontrollierte Auswilderung von Kuba-Krokodilen. Tiere, bei denen die Nachzuchtbemühungen schon erfolgreich verliefen, erhalten GPS-Sender.
Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres“ schon seit Längerem. Die Kampagne wurde 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen, sich für gefährdete Tierarten einzusetzen, deren Bedrohung bisher nicht oder kaum im Fokus der Öffentlichkeit steht. Bisher waren der Beo, Gibbon, Leopard, Kakadu und die Schildkröte bereits „Zootier des Jahres.“