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Nardter putzen ihr Dorf

Ein ganzer Arbeitstrupp befreite den Nardter Thrunegraben vom Unrat, der sich dort über den Winter angesammelt hatte.
Ein ganzer Arbeitstrupp befreite den Nardter Thrunegraben vom Unrat, der sich dort über den Winter angesammelt hatte. FOTO: T. Richter-Zippack/trt1
Nardt. Rund 30 Nardter haben sich am vergangenen Sonnabend am traditionellen Arbeitseinsatz beteiligt. Diesmal standen die Ländereien links und rechts der Bundesstraße 96 im Mittelpunkt. trt1

Beispielsweise die Hecke am Abzweig B 96/Altes Dorf. "Ich kümmere mich schon seit Jahren um deren Pflege", erklärt Anwohner Bringfried Krautz. "Diesmal musste sie um 20 Zentimeter gekürzt werden. Ein ganz schönes Stück Arbeit." Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich der Nardter direkt nach seiner Nachtschicht in den Dienst der Dorfgemeinschaft stellt. "Naja, ein bisschen müde bin ich schon", sagt Krautz ehrlich.

Ortsvorsteher Michael Ritter reinigt mit seinem Trupp eine weitere Hecke vom Unrat, den der Wind dort hineingepustet hat. Neben altem Laub kommt dabei auch Abfall zum Vorschein. Gleich gegenüber an der Bushaltestelle vor der Gemeindeverwaltung machen sich Lutz Wogawa und seine Leute zu schaffen. Sie verlegen ein Vlies, damit sich in der Rabatte künftig kein Unkraut mehr ansiedeln kann. "Das spart richtig Arbeit", erklärt der Fachmann. Allerdings verlangten der Erdaushub und die korrekte Ausbringung des Stoffes volle Konzentration. Und das in der prallen Sonne bei knapp 23 Grad Celsius im Schatten wohlgemerkt.

Was während des Dorfputzes an Ästen und Zweigen anfällt, wird gleich mit dem Traktoranhänger abtransportiert. Und zwar schnurstracks zum Hexenhaufen. Dieser hat schon eine stattliche Größe erreicht. Er werde von der Jugend bereits bewacht. Schließlich wäre es eine Blamage für den ganzen Ort, wenn das Holz bereits vor der Walpurgisnacht in Flammen aufgehe. Offiziell angezündet wird es am morgigen Donnerstag, 30. April, gegen 20.30Uhr.

Indes kündigt Ortsvorsteher Ritter bereits den nächsten Arbeitseinsatz an. "Im Herbst wollen wir erneut anpacken. Dann geht es auf unserem Spielplatz in der Ortsmitte zur Sache."