(jag) Statt Segelbooten und Ausflugsdampfern gleiten seit dieser Woche mehrere Arbeitsplattformen auf dem Senftenberger See. Die Bergbausanierer wollen nach der Rutschung an der Insel im September vergangenen Jahres und der Komplettsperrung den See und das Ufer wieder sicher machen. Ziel ist es, die Seenutzung zum Saisonstart am 1. April wieder zu ermöglichen. Deutschlandweit hat das Ereignis in den Medien für Schlagzeilen und teils wilde Spekulationen gesorgt. An diesem Donnerstag nun will die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) den Pressevertretern die Sicherungsarbeiten erläutern und lädt zu einem Vor-Ort-Termin nach Großkoschen ein.

Jetzt schon bekannt: Für die Sanierungsarbeiten hat die LMBV die Lausitzer Firma BUG Dienstleistungen aus Elsterheide beauftragt. Diese sammelt derzeit Treibholz ein und beginnt mit den Saugspülarbeiten. Mit der Auffüllung von Tieflagen soll einem weiteren unkontrollierten Ausfließen der Insel entgegengewirkt werden, erklärt LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. Es sei beabsichtigt, die Unterwasserbereiche inselumlaufend abzuflachen. „Die jetzt begonnene Sicherungsmaßnahme ist Auftakt einer langjährigen Sicherung der Insel mit dem Ziel die Bergaufsicht zu beenden“, so Steinhuber. Die Arbeiten werden ihm zufolge so ausgeführt, dass sowohl den Belangen des Naturschutzes Rechnung getragen als auch die touristische Nutzung gewährleistet wird. Finanziert werden sie über das laufende Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung.

Erst der Naturschutz und zuletzt der Tourismus Nabu-Protest gegen Abtragen von Insel-Land im Senftenberger See

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Lausitzer in Sorge um Lausitzer Gewässer Nur scheinbar geglättete Wogen am Senftenberger See

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