Gemeinsam mit Stephan Ellmer war er gestern in der Lernförderschule „Nikolaus Kopernikus“ , um beim fünften Berufsinfotag die Fragen der Besucher zu beantworten und vor allem, um den Schülern Mut zu machen. Stephan Ellmer war selbst einmal Schüler der Kopernikus-Schule. Seit Mai 2004 macht er eine 21-monatige Umschulung an der Berufsschule der Ausbildungsgesellschaft für Kraftfahrer (AGK). „Ohne diese Umschulung hätte ich die Ausbildung zum Kraftfahrer nicht geschafft“ , sagte Stephan Ellmer heute. Auch sein Bruder und sein Vater sind Kraftfahrer. Auf dem normalen Ausbildungsmarkt hätte er kaum eine Chance gehabt, sagte Ellmer. Jetzt hat er schon einen festen Arbeitsvertrag für die Zeit nach der Umschulung.
„Kein Einzelfall“ , sagte Udo Thomas, stellvertretender Schulleiter der Berufsschule. „Fast 100 Prozent derer, die bei uns eine Umschulung beginnen, schaffen am Ende auch die Prüfung.“
Martina Wolf, die der Schüleragentur zur beruflichen Frühorientierung bei der Organisation des Berufsinfotages zur Seite stand, wünscht sich für die Absolventen der Lernförderschule mehr solcher Arbeitgeber, die den jungen Menschen „Perspektiven aufgeben“ . „Wir können mit dem Infotag erste Impulse geben und die Möglichkeit die richtigen Ansprechpartner kennen zu lernen“ , so Wolf. Im Endeffekt hänge es vom Engagement der Firmen, der Eltern und natürlich der Schüler ab, wie die berufliche Zukunft aussehe.
„Um anderen bei der Berufsorientierung zu helfen“ , macht auch Linda Konieczny bei der Schüleragentur mit. „Ohne die Berufsinfotage wüssten viele Schüler gar nicht, welche Möglichkeiten sie haben“ , pflichtet ihr Franziska Hinz bei. Auch sie engagiert sich in der Schüleragentur, die die Berufsinfotage vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat.
Der Erfolg des Informationstages in der Nikolaus-Kopernikus-Schule lässt sich in konkreten Zahlen ablesen. Schon nach einer Stunde waren fast 100 Schüler und Eltern vor Ort, um sich bei den Anbietern über die Berufsmöglichkeiten zu informieren.