Mit der Aufnahme ins europäische Netzwerk würde der Muskauer Faltenbogen in einer internationalen Liga spielen, so Worms. Bereits im Dezember werde über das Strittmatter-Land und EU-Fördermittel in der Döberner Amtsverwaltung ein Büro eingerichtet. Bis zum Jahr 2010 sollen die Voraussetzungen für die Gründung einer Stiftung auf deutscher und auf polnischer Seite geschaffen sein, um den Geopark von politischen Entscheidungsträgern unabhängiger zu machen. Mit der Stiftungsgründung soll auch das Besucherzentrum in der alten Ziegelei Klein Kölzig in Betrieb gehen, so Worms. Ein Problem bestehe darin, die Besonderheiten des Geoparks deutlich zu machen, so Manfred Kupetz, Vorsitzender des deutschen Fördervereins. So erhofft er sich von einer derzeit laufenden Dissertation, die auf Laseruntersuchungen des Geländes zurückgreift, Daten für drei große Modelle. Die k*a mp*ouml;nnten an drei Orten aufgestellt werden und informieren über geologischen Aufbau, den Braunkohleabbau über und unter Tage sowie eine Darstellung dazu, wie der Bergbau die Landschaft veränderte.
Ein Standort für eines dieser drei Modelle könnte die alte Ziegelei in Tuplice sein, wo ein Informationszentrum geplant sei, wie es am Landschulheim Jerischke bereits bestehe. Die Vorbereitung geotouristischer Landkarten und die Herstellung geologischer Pfade im Bereich von Leknica seien Hauptaufgaben im Muskauer Faltenbogen, die auf polnischer Seite anstünden, so Jacek Kozma von der niederschlesischen Abteilung des Nationalen geologischen Instituts in Wroclaw.