(dcz) Es ist eine lange Tradition, dass sich im Rahmen der Hoyerswerdaer Musikfesttage auch die jungen Nachwuchstalente der Stadt mit einem „Konzert junger Künstler“ dem Publikum vorstellen. Die Veranstaltung am vergangenen Freitag im Forumsaal der Lausitzhalle war aber darüber hinaus noch eine besondere. Das lag an der Premiere des Dreiklang-Streichorchesters, das Schüler aller Musikschulen des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien bilden, erklärte der Dirigent Thomas Stapel von der Musikschule Görlitz. Zu dem Klangkörper gehören 38 Geiger, Cellisten und Kontrabassisten der Kreismusikschulen Bautzen sowie „Dreiländereck“ Zittau, der Musikschulen Hoyerswerda, Görlitz und Gäste der Musikschule Liberec (Tschechien). Die 9- bis 13-Jährigen spielten unter anderem die Titelmelodie aus dem Film „Forrest Gump“ und das Pizzicato-Stück „Jumping Beans“.

Der elfjährige Cellist Mattis aus Hoyerswerda war mit Begeisterung bei dieser Orchesterpremiere dabei. Er spielt sonst bei Doris Hildebrandt im Streichorchester, was ihm die Arbeit mit Thomas Stapel und den Instrumentallehrern aus Görlitz, Hoyerswerda und Liberec erleichtert hat. In nur vier Tagen haben die Schüler im Osterferien-Probenlager in Schmochtitz das 30-minütige Programm einstudiert. „Es macht Spaß, wir lernen Neues auf unseren Instrumenten und verständigen uns auf Englisch“, berichtet Orchestermitglied Maja. Im Sommerprobenlager im Schullandheim Burg bei Bautzen wird das Orchester neue Stücke einstudieren und dann sind Auftritte in Zittau, Liberec und Prag geplant, sagt Thomas Stapel zu weiteren Vorhaben. Streicher der teilnehmenden Schulen mit entsprechenden Fähigkeiten können noch zum Ensemble stoßen. Der Kulturraum finanziert das Projekt.

Natürlich spielten beim Konzert junger Künstler auch Hoyerswerdaer Musikschüler, von denen viele beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sehr gut bewertet wurden. Sarah-Claudia Müller hat auf Bundesebene mit Opernarien begeistert und auch im Forumsaal für höchsten Kunstgenuss gesorgt. Ebenso wie die das Duo Nikola Nechev (Klavier) und Johanna Scholze (Querflöte), die neunjährige Geigerin Salome Dietze und andere Schüler. Der elfjährige Fagottist Gustav Noack stellte sein Können vor. Er bewirbt sich um die Begabtenförderung des Landes Sachsen. Das tut auch die 16-jährige Geigerin Vivien Warnecke, die die gefühlvolle Titelmelodie aus dem Film „Schindlers Liste“ darbot.