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| 01:04 Uhr

Musikalisches Feuerwerk

Dirigent Eckehard Stier hielt nicht nur das Publikum, sondern auch seine Musiker in Atem.
Dirigent Eckehard Stier hielt nicht nur das Publikum, sondern auch seine Musiker in Atem. FOTO: Ulrike Herzger
Hoyerswerda.. „Italienische Impressionen“ standen am Sonntag auf dem abendlichen Programm der Lausitzhalle. Zu Gast war die Neue Lausitzer Philharmonie mit ihrem Chefdirigenten Eckehard Stier. Ulrike Herzger


Im Gepäck hatten die Musiker diesmal zwei große Stücke, die verschiedener nicht sein konnten. Deshalb waren alle gut dran, die sich etwas eher auf die Socken gemacht hatten, um bei der Konzerteinführung mit Ronny Scholz dabei zu sein. 18.45 Uhr begann der Konzertdramaturg mit seinen Ausführungen und nahm die Wissbegierigsten schon einmal theoretisch auf die musikalische Reise mit. Dem ersten Teil „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi mit seinen vier Sätzen schenkte er dabei nicht ganz so ausführlichen Raum, weil das recht bekannte Stück erfahrungsgemäß nicht so viel Erläuterung bedarf wie die „Römischen Feste“ aus der Feder von Ottorino Respighi. Auch dieses ist in vier Sätze gegliedert - doch vom Klangbild her vollkommen anders: Denn gegenüber den „Vier Jahreszeiten“ , die von der Philharmonie mit nur zwölf Musikern umgesetzt werden, kommen dabei mehr als 70 Künstler zum Einsatz. Neun Schlagzeuger und eine Pauke sorgen für gewaltige Töne und weckten italienischen Leidenschaft.
Rund 90 Minuten hatte Eckehard Stier nicht nur seine Musiker, sondern auch die 350 Zuhörer im Saal in Atem gehalten, wobei der Chefdirigent in den „Vier Jahreszeiten“ als Cembalospieler und Dirigent in einer Doppelrolle glänzte. Stürmischer, lang anhaltender und verdienter Applaus war der Dank. (uh)