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Motorsport Spaß an der Freude

Ein eingespieltes Team. Ralf Nieß und Bernd Grebe sind seit 2001 im Rallye-Geschäft mit von der Partie.
Ein eingespieltes Team. Ralf Nieß und Bernd Grebe sind seit 2001 im Rallye-Geschäft mit von der Partie. FOTO: Werner Müller
Die jüngste Lausitz-Rallye in der Heimat war ein gelungener Saisonabschluss. Ralf Nieß und sein Co-Pilot Bernd Grebe landeten mit ihrem Mitsubishi auf Rang zwei in ihrer Klasse. Ein respektables Ergebnis, schließlich sind die beiden ohne große Sieges-Ambitionen im Motorsport mit von der Partie. Von Werner Müller

Ralf Nieß hat jeden Tag mit Fahrzeugen zu tun - betreibt er doch in Hoyerswerda ein Autohaus. Der Schritt hin zum Motorsport war deshalb praktisch vorgezeichnet, als Co-Piloten fand er schnell Bernd Grebe, der hauptberuflich als Polizeibediensteter für Ordnung und Sicherheit sorgt. Beide waren sich von Anfang an einig: „Wir wollen ganz einfach Spaß und Freude am Motorsport haben und nicht Profifahrer werden.“
Im Jahre 2001 wurden sie Mitglied des Rallye-Rennclub-Lausitz und begannen mit dem Training. In ihrer Freizeit werkelten sie in unzähligen Stunden an ihrem Mitsubishi Colt herum, um diesen Schotterpisten-tauglich zu gestalten.
In diesem Jahr waren sie bei zahlreichen Rallyeveranstaltungen mit von der Partie. Das Hauptziel der beiden 47-Jährigen dabei: Gut durchkommen. Und so soll es auch weitergehen. „Wir wollen Hobbysportler bleiben und sehen es nicht so verbissen, wenn wir mal wegen der Arbeit an einer Rallye nicht teilnehmen können, um unbedingt die Punkte zu erhaschen“ , sagt Ralf Nieß, der genau wie sein Mitstreiter Vater zweier Kinder ist. „Uns geht es nicht um Pokale, sondern um die Freude am Motorsport.“
Für Ralf Nieß hat der Sport allerdings noch einen nützlichen Nebeneffekt. „Mit noch besserem Gewissen kann ich meinen Kunden das Auto empfehlen, das ich ja unter härtesten Bedingungen auf der Schotterstrecke getestet habe.“
Die Wintermonate sollen jetzt erst einmal intensiv genutzt werden, um weiter an dem Colt herum zu schrauben. Unterstützt werden die schnellen Piloten dabei von den Technikern Stefan Schulze und Carsten Blaha. Denn auch wenn es nur ein Hobby ist - die Motivation, auch noch die letzten Reserven aus dem Auto herauszuholen, ist trotzdem beim gesamten Team vorhanden.