Was macht den Kult dieser Rennveranstaltung aus„
Die Kontinuität, mit der in Weida echt was für den Motorsport bewegt wird. Allein 220 Voranfragen sind beim Veranstalter eingegangen. Laut Reglement dürfen aber nur 164 Fahrzeuge mit ihren Besatzungen an den Start gehen. Das ist einzigartig in Deutschland, dass der Veranstalter auch Teams absagen muss.

Die Streckenführung . .
. . . ist einzigartig und sehr anspruchsvoll. Schmale Straßen über Berg und Tal, aber auch die Durchfahrten durch kleine Orte, wo man fast direkt am Wohnzimmerfenster vorbeijagt, stehen hier auf dem Programm. Zudem findet man ein begeisterungsfähiges Publikum, das gute Leistungen auch dementsprechend honoriert. Beim Rundkurs „Lederhose“ bezahlen die Zuschauer zehn Euro Eintritt und es sind immer 5000 Besucher da. Aber auch die Unterbringung der Teams ist bei dieser Rallye ganz anders. Das Zelt regiert hier auf einer großen Wiese. Kaum einer geht in eine Pension oder Hotel. Alle sind beieinander.

Mit welchen Autos und Erwartungen rollen Sie dort an den Start“
Wir werden mit drei Besatzungen vertreten sein. Olaf Schuster und Daniela Nötzold gehören mit ihrem BMW 325 IX Allrad auch mit dazu. Die könnten in ihrer Klasse, dank des immer besser werdenden Zusammenspiels, in die Pokale fahren. Auch unsere Damenbesatzung mit Fahrerin Gabriele Wulff und Co-Pilotin Sylvia Callsen wird an den Start rollen. Wir haben in der zurückliegenden Zeit einiges am Auto verändert, um es noch leistungsfähiger zu machen. Die Starter in der Klasse NII sind auch diesmal recht stark.

Und das dritte Auto„
Da werde ich selbst als Pilot im Mitsubishi Colt agieren. Neben mir sitzt ein ganz junger Mann, der Sohn von Co-Pilotin Sylvia Callsen, Julian. Diese Fahrt hat er zum erfolgreichen Schulabschluss erhalten. Da muss ich mir natürlich besonders große Mühe geben.

Wer ist noch aus der Region bei dieser Rallye vertreten“
Torsten Schwiebs aus Niesky, Ralf Nieß mit seinem Mitsubishi und der Lausitzer Stier von TORO Motorsport aus Laubusch.
Wie sehen Sie die Chancen der anderen Teams?
Da möchte ich nur auf die Laubuscher eingehen, denen ich fest die Daumen drücke. Mich beeindruckt besonders die Kontinuität des Opel-Teams, das in einem Jahr schon eine Menge gelernt und einen deutlichen Qualitätssprung erreicht hat. Ich hoffe, dass Vater Heinz Uwe Robel den Thomas mal loslässt, dann kann hier was richtig Gutes daraus werden und ein Pokal in der Klasse ist durchaus möglich. Natürlich freue ich mich, auch außerhalb des Rennens einen Plausch mit den Robels machen zu können.

Mit DIRK ROLKA sprach Gunnar Schulze