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| 18:31 Uhr

Neubau in der Altstadt
„Eigenheim-Mieter“ schlagen letzten Nagel

Sie werden die Mieter der neuen Eigenheime in der Dürerstraße (v.l.): Maik Kruscha, Björn Fünfstück, Silvia Ziemer, Kirstin Kruscha und Udo Thomas. Fotos: Anja Hummel
Sie werden die Mieter der neuen Eigenheime in der Dürerstraße (v.l.): Maik Kruscha, Björn Fünfstück, Silvia Ziemer, Kirstin Kruscha und Udo Thomas. Fotos: Anja Hummel FOTO: LR / Anja Hummel
Hoyerswerda. Richtfest im WK X: Der Rohbau der vier neuen Einfamilienhäuser der Lebensräume steht. Von Anja Hummel

Die Vorfreude steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Die künftigen Bewohner der vier neuen Mietshäuser im Hoyerswerdaer WK X haben ihn reingehämmert – den letzten Nagel. In der Albrecht-Dürer-Straße ist am Dienstag Richtfest gefeiert worden. Der Rohbau steht.

Mit dabei ist auch Familie Kruscha. Haus Nummer 29 wird ihr neues Heim auf Miete. Maik Kruscha hat den Nagel in den Balken gehauen, Ehefrau Kirsten freudestrahlend zugeschaut. „Im Juni haben wir die Zusage bekommen“, erinnert sich die 41-Jährige. Ein wahrer Grund zum Feiern war das für die vierköpfige Familie. Schließlich sind Schule der Kinder und Arbeit der Mutter direkt um die Ecke. „Und für uns gab es nicht die Notwendigkeit für einen Hauskauf“, sagt Kirstin Kruscha. „Außerdem ist es viel nervenschonender, ein Haus vorgesetzt zu bekommen“, erzählt die Altenpflegerin und lächelt.

„Vorgesetzt“ bekommen sie das Haus von den Lebensräumen Hoyerswerda. Die Genossenschaft hat die Baupläne Anfang des Jahres verkündet, im Juni war die Grundsteinlegung. Für das Wohnungsunternehmen ist das in Hoyerswerda ein neues Modell: Einfamilienhäuser zur Miete. Lebensräume-Vorstand Axel Fietzek ist stolz darauf, dass die frühere Brache im WK X – nicht zuletzt durch die vier neuen Mietshäuser – zu einem schicken Wohngebiet umgestaltet werden konnte. Insgesamt haben an dem Standort die Lebensräume, die Versorgungsbetriebe der Stadt und 26 private Bauherren etwa sieben Millionen Euro investiert. Schon vor drei Monaten, zum feierlichen Spatenstich der Wohnhäuser, sagte Axel Fietzek: „Das ist gut für unsere Stadt.“

Das mag Udo Thomas wohl auch so sehen. Er ist einer der neuen Mieter. „Es ist ein schöner Augenblick und jetzt geht es straff weiter.“ Die Freude ist allen Parteien anzusehen. Im April kommenden Jahres soll dann alles „unter Dach und Fach“ sein. Familie Kruscha, besonders Töchterchen Melina, hat schon ganz konkrete Vorstellungen. „Wir haben dann einen Pool im Garten“, freut sich die neunjährige Schülerin. Ganz aufgeregt hüpft sie zwischen Mama und Papa umher. Welches Zimmer sie bekommt? „Das größte natürlich“, sagt sie und lacht. „Die Raumaufteilung ist viel besser als in unserer jetzigen Wohnung“, sagt Mutter Kirstin. 100 Quadratmeter stehen ihnen dann zum Leben zur Verfügung. Außen können sie sich auf gut 1000 Quadratmetern „austoben“. „Einmal in der Woche kommen wir her und schauen uns an, was passiert ist“, verrät Kirstin Kruscha, die sich auch schon auf die gute Nachbarschaft freut. Ein Zufall: Man kennt sich schon durch die Arbeit. Ein Zufall ist es überhaupt, dass sie jetzt mit dem Sektglas in der Hand als künftige Mieter in der Albrecht-Dürer-Straße stehen. „Wir waren eigentlich auf der Suche nach einer anderen Wohnung und haben vom Projekt der Lebensräume erfahren“, erzählt Kirstin Kruscha. Begeistert von der Idee haben sie sich auf die Bewerberliste setzen lassen – mit Erfolg.

Die Lebensräume-Genossenschaft vermietet derzeit gut 6100 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern der Neu- und der Altstadt. Erste Erfahrungen mit vermietbaren Eigenheimen hat die Wohnungsgenossenschaft bereits in Groß Särchen gesammelt. Im Wohngebiet Am Feldgraben wird seit einigen Jahren ein ähnliches Modell praktiziert.

Die neunjährige Melina Kruscha freut sich schon riesig auf ihr neues Kinderzimmer. Zum Richtfest hat sie das neue Heim von außen inspiziert.
Die neunjährige Melina Kruscha freut sich schon riesig auf ihr neues Kinderzimmer. Zum Richtfest hat sie das neue Heim von außen inspiziert. FOTO: LR / Anja Hummel